Neues Museum – Nofretete besuchen

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Das Neue Museum beherbergt eine der Hauptattraktivitäten der Berliner Museumslandschaft: die Büste der ägyptischen Königin Nofretete. Fast genauso berühmt sind die Goldhelme aus der Bronzezeit. Das Neue Museum wurde 2009 wiedereröffnet und zeigt einen Querschnitt von Berliner Sammlungen. Sie reichen von den Anfängen bis zur Römerzeit. Da die Präsentation sich am Zustand des 19. Jahrhunderts orientiert, wirken die Ausstellungen etwas antiquiert. Wer kein Freund von ausgiebigen Museumsbesuchen ist, in aber im Neuen Museum richtig. Denn dort vermitteln die Sammlungen auf drei Ebenen einen schnellen Eindruck über frühe Hochkulturen. Als Teil der Museumsinsel zählt das Neue Museum zum UNESCO-Welterbe.

Nofretete, die schönste Frau Ägyptens

Die schönste Frau am Nil lebte im 14. Jahrhundert vor der Zeitrechnung. Sie war die Ehefrau des umstrittenen Pharao Echnaton. Der sogenannte Ketzerkönig erhob Aton zum alleinigen Gott der Ägypter. Alle anderen Götter gerieten ins Hintertreffen. Die Büste der schönen Königin entstand zwischen 1353 und 1336 vor der Zeitrechnung während der Amarnazeit. Die Büste wurde am 6. Dezember 1912 bei Ausgrabungen der Deutschen-Orient-Gesellschaft unter Leitung von Ludwig Borchardt in Tell el-Amarna gefunden. 1913 ging sie mit Zustimmung der ägyptischen Altertümerverwaltung nach Deutschland. Dort stand sie eine Zeitlang in der Villa des Unternehmers James Simon, der die Ausgrabung finanziert hatte. Er schenkte die Büste schließlich 1920 dem preußischen Staat.1924 war sie erstmals öffentlich im Nordsaal des Neuen Museums zu sehen.

Der Berliner Goldhut

Der Berliner Goldhut im Sternensaal ist das besterhaltene Exemplar der vier Goldhüte, die im Neuen Museum zu sehen sind. Die Zeremonialobjekte stammen aus der Bronzezeit und sind etwa 3000 Jahre alt. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte es sich bei dem kegelförmigen Kopfschmuck um einen Kalender handeln, der Mond- und Sonnenzyklen darstellt. Der größte Hut ist 74 Zentimeter hoch.

Der Schatz des Priamos aus Schliemanns Troja

Das Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte besitzt die größte Sammlungen von Funden des Ausgräbers Heinrich Schliemann. Schliemann war überzeugt, das alte Troja gefunden zu haben. In der Ausstellung sind vor allem Keramik, Silberarbeiten und Gebrauchsgegenstände zu sehen. Darunter befinden sich auch Nachbildungen des berühmten Schatzes des Priamos. Die Originale des Silber- und Goldschatz wurde im Zweiten Weltkrieg von den Russen nach Moskau verbracht.

Friedrich August Stüler entwarf das Neue Museum

Der Schinkel-Schüler Friedrich August Stüler entwarf 1843 das Museumsgebäude parallel zum Kupfergraben. In dem 105 Meter langen Haus sollten die Sammlungen untergebracht werden, für die im Alten Museum kein Platz mehr war. Dazu zählten unter anderem das Museum für Vor- und Frühgeschichte, das Ägyptische und Ethnologische Museum sowie das Kupferstichkabinett. Das Haus, das Hauptwerk Stülers, zählt wegen seiner besonderen Konstruktion auch zu einem Denkmal der Konstruktions- und Technikgeschichte. Denn beim Bau kam erstmals eine Dampfmaschine zum Einsatz. Außerdem besteht das Grundgerüst aus einer Eisenkonstruktion. Das Neue Museum wurde im Zweiten Weltkrieg so stark beschädigt, dass dort 60 Jahre lang keine Ausstellungen mehr zusehen waren. Erst von 1999 bis 2009 erfolgte der Wiederaufbau durch den englischen Architekten David Chipperfield.

Papageien-Taucher-Info/Tipp

Bodestraße 3, 10178 Berlin; Telefon: +49(0)30-266424242; Eintritt: 12, ermäßigt 6 Euro; Öffnungszeiten: täglich 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr; Internet: neues-museum.de

Tipp: Karten sind im Museumshof an einem Kiosk erhältlich. Nicht durch die langen Schlangen irritieren lassen, die dich durch den Hof ziehen. Am Wochenende kommt es zu langen Schlangen durch die  Besucher des Pergamonmuseums. An der Kasse des Neuen Museums erhalten Besucher auch die Kombitickets für die Museumsinsel.

Anfahrt: Buslinien 100, 200 bis Lustgarten oder Staatsoper,
Tramlinien M1 und 12 bis Am Kupfergraben oder Georgenstraße, M4, M5 und M6 bis Hackescher Markt oder Spandauer Straße
S-Bahnlinie S5, S7, S75 bis Hackescher Markt

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