Zaanse Schans – typisch holländisch

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Zaanse Schans ist ein Freilichtmuseum nördlich von Amsterdam. Viele alte Häuser kommen aus verschiedenen Orten in den Niederlanden. Sie wurden nach Zaanse Schans gebracht und bilden so ein Dorf aus dem 18. Jahrhundert. Die meisten Häuser sind bewohnt. Besucher können einige Häuser von innen besichtigen und bei der Herstellung von Käse, Holzschuhen oder Fässern zusehen. Im Freilichtmuseum lässt sich nachvollziehen, wie anstrengend das Leben vor 100 Jahren war. Zu Zaanse Schans gehören dreizehn alte Windmühlen. Im Winterhalbjahr öffnen die Handwerkshäuser etwas später und schließen etwa eine Stunde eher.

Holzschusterei und Zinn-Fabrik

In einem Lagerhaus aus dem 18. Jahrhundert ist das Holzschuhmuseum untergebracht. Es zeigt Modelle aus mehreren Jahrhunderten. Im Sommer können Besucher einem Holzschuhmacher bei der Arbeit über die Schulter schauen (Kraalenest 4, täglich 8-18 Uhr).
Das Familienunternehmen „De Tinkoepel“ bietet in einem historischen Gebäude handgefertigte Zinnwaren an (Kalverringdijk 1, im Sommer täglich von 10-17 Uhr geöffnet, im Winter 11-16 Uhr).

Uhren- und Bäckereimuseum

Das Uhrenmuseum fällt bereits von weitem ins Auge. Im Giebel des Hauses aus dem 18. Jahrhundert ist eine Uhr angebracht. Im Haus sind Uhren aus mehreren Jahrhunderten zu sehen. Die Sammlung dokumentiert die Entwicklung der niederländischen Zeitmessser in der Zeit von 1500 bis 1850 (Kalverringdijk 3, täglich 10-17 Uhr; Eintritt 10 Euro, ermäßigt 7 Euro).

Das Bäckereimuseum ist in einem Haus aus dem 17. Jahrhundert untergebracht. Zu sehen ist ein Bäckerladen im Stil des 19. Jahrhunderts mit Marmorboden. Im Museumsladen gibt es unter anderem süße Stuten zu kaufen (Zeilenmakerspad 4, Di-So 9-17 Uhr).

Käsefabrik und Töpferei

Die Käsefabrik De Catharina Hoeve befindet sich in Gebäuden, die von einem alten Bauernhof aus Oostzaan stammen. Besucher können erleben, wie aus Milch Käse entsteht (Zeilenmakerspad 5, täglich 8-18 Uhr, im Winter bis 8.30-17 Uhr).

Im einstigen Kornlagerhaus befindet sich die Töpferei „De Saense Lelie“, die Waren mit Delfter Blau produziert. Außerdem arbeiten im Haus ein Diamantenschleifer und ein Goldschmied (täglich geöffnet von 8.30-18 Uhr).

Lebensmittelgeschäft – Albert Heijn Laden

Im Haus befindet sich ein Museumsladen von 1829, der ursprünglich aus Zaandam stammt. Die Innenausstattung orientiert sich am ersten Laden, den Albert Heijn 1887 in Oostzaan eröffnete (Kalverringsijk 5, täglich 10-16.30 Uhr).

Windmühlen

Die Ölmühle „De Zoeker“ stammt aus dem Jahr 1672. Ursprünglich stand sie in der Guisveld westlich von Zaandijk. So wie in alten Zeiten wird in der Mühle Öl aus Nüssen und Samen hergestellt.
Die Senfmühle „De Huisman“ stand ursprünglich auf Kalverringdijk, eher sie in Zaanse Schans einen neuen Standort fand. Den dort hergestellten Senf kann man käuflich erwerben.
Neben zwei Sägemühlen gibt es auch die Farbmühle „De Kat“. Es ist die einzige Farbmühle der Welt. Die Besichtigung der Mühlen kostet je Mühle fünf Euro, Kinder zahlen 2,50 Euro.

Zaanse Schans Museum

Im 12. Jahrhundert begannen die Bewohner, die Zaankanters, die Sümpfe und Moore trockenzulegen. Zahlreiche Kanäle durchzogen das Land. Am Zaan, dem Hauptkanal, standen bis zu 1000 Windmühlen. Das Museum zeigt von Porzellan über Bekleidung bis zu Gemälden verschiedenste Exponate aus den vergangenen Jahrhunderten. So lässt sich die Entwicklung der Zaan-Region nachvollziehen (Schansend, 1509 AW Zaandam, Telefon: +31 (0) 75 6810000, täglich von 9-17 Uhr geöffnet, Eintritt 12 Euro, Kinder 6 Euro, mit der Amsterdam oder Zaanse Schans Card kostenlos).

Bootstour auf der Zaan

Im Sommer können Touristen auf der Zaan entlang der Mühlen eine Bootstour starten. Der Steg für die Boote liegt neben der Senfmühle „De Huisman“. Die Fahrt kostet 9,50 Euro, ermäßigt 5 Euro. Die Boote starten von April bis September Di-So halbstündlich zwischen 10-16 Uhr.

Papageien-Taucher-Info

Zaandam, Schansend 7; Eintritt: Das Museum sowie die Besichtigung von Mühlen kostet Eintritt. Wer mehr als das Museum sehen will, sollte sich eine Zaanse Card besorgen. Sie kostet 15 Euro, Kinder 10 Euro. Neben dem Eintritt ins Zaanse Schans Museum ist auch die Besichtigung einer Mühle sowie des Uhrenmuseums inklusive. Bei weiteren Mühlenbesuchen gibt es Rabatt. Rabatte gibt es mit der Karte auch in den Souvenirläden sowie im Pfannkuchenrestaurant „De Kraai“; Internet: dezaanseschans.nl/de/tagaus-nord-holland/

Anfahrt
Mit dem Bus
Vom Central Bahnhof in Amsterdam fährt jede halbe Stunde die Buslinie 391 nach Zaanse Schans (Dauer etwa 40 Minuten); vom Bahnhof Zaandam fährt die Linie 89 in Richtung Wormerveer. Der Bus hält bei der Mühle „De Bleeke Dood“. Touristen können vom Central Bahnhof auch mit der Fähre ans andere Ufer des Hafens übersetzten. Nach einem kurzen Fußweg erreichten Reisende die Bushaltestelle der Linie 38, die Zaanse Schans anfährt, der Bus verkehrt jedoch nur zwischen 6 und 11 Uhr sowie 18-24 Uhr.

Mit dem Auto
Von Amsterdam aus über A8 und A7 bis zur Ausfahrt 2 Zaandijk fahren. Über die Julianabrug geht es ins Dorf. Aus Richtung Alkmaar die A9 bis zur Abfahrt 10 Cactrium nehmen, auf die N203 abbiegen und bis zur Julianabrug fahren. Die Kosten fürs Parken sind hoch: die Tageskarte kostet 10 Euro. Die Einnahmen werden zu Restaurierung der alten Häuser genutzt.

Mit dem Schiff
Von Amsterdam fährt die Firma Zaanferry nach Zaanse Schans und Wormerveer. Start ist hinter dem Central Bahnhof von Mai bis September stündlich zur vollen Stunde. Die Fahrt kostet 15 Euro. Im Winterhalbjahr von Oktober bis April ist das Schiff nur Donnerstags bis Sonntag auf Tour (Internet: zaanferry.com/en/timetable/).

In der Nähe

Zar-Peter-Haus: In dem Haus am Krimp 23 (im Zentrum von Zaandam) wohnte 1697 für einige Tage der russische Zar Peter, während seiner Ausbildung zum Schiffsbauer. Im Haus sind unter anderem eine Totenmaske des Zaren sowie ein Mahnbrief zu sehen. In 19. Jahrhundert wurde das Holzhaus auf Anregung des letzten russischen Zaren mit Stein und Glas ummantelt.

Bildquellen

  • zanseschans-bruecke-hafen: papageientaucher

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