Wittstock an der Dosse erinnert an die Schlacht im Jahr 1636

Wittstock an der Dosse ist das Tor zur Mecklenburgischen Seenplatte und besitzt einen historischen Stadtkern mit mehr als 500 alten Häusern. Tuchmacher bestimmten im 18. und 19. Jahrhundert im wesentlichen die Geschicke der Stadt. Im 19. Jahrhundert stellten die Wittstocker die Uniformstoffe für das preußische Militär her. Heute leben in Wittstock etwa 15.000 Einwohnern. Wegen der Stadtfläche zählt Wittstock jedoch zur drittgrößten Stadt in Brandenburg.

Alte Bischofsburg in Wittstock

Die alte Bischofsburg galt bis zum Dreißigjährigen Krieg als uneinnehmbar. Die Festung aus dem 13. Jahrhundert war die Residenz der Bischöfe von Havelberg. Nach der Schlacht bei Wittstock 1636 und einer Pestepidemie, bei der mehr als die Hälfte der Wittstocker Bevölkerung ums Leben kam, verfiel die Burg.

Ostprignitzmuseum

Das Museum ist im ehemaligen Turm der Bischofsburg untergebracht. Von der einstigen Burg der Geistlichen ist jedoch nicht mehr viel übrig geblieben. Auf sieben Ebenen dokumentiert das Museum die Schlacht bei Wittstock am Scharfenberg. Sie gilt als eine der grausamsten Schlachten im Dreißigjährigen Krieg.

Schlachtfeld am Scharfenberg

Am historischen Schlachtfeld am Scharfenberg informiert eine Ausstellung über den Schlachtverlauf 1636. Dabei kamen mehr als 8000 Söldner ums Leben. Von einer Plattform aus können Besucher das einstige Schlachtfeld überblicken. Die Ausstellung liegt am Bohnekampweg 1636. Sie ist von April bis Oktober jeweils von Mi-So von 13-17 Uhr geöffnet (Eintritt 3 Euro, Kinder 1 Euro; Komikarte mit Museum 5,50 Euro, Kinder 2 Euro).

Die alte Stadtmauer von Wittstock

Die 2,5 Kilometer lange Stadtmauer umschließt heute noch fast die gesamte Altstadt. Ursprünglich war der Schutzwall elf Meter hoch. Heute weist die Backsteinmauer nur noch eine Höhe von vier bis sieben Metern auf. Die Wallanlage lädt zu einem Spaziergang rund um Wittstock ein. Dabei können Besucher Wege sowohl innerhalb der Grenzmauer als auch außerhalb zu einem Rundgang nutzen. Von den Stadttoren ist das Gröpertor das einzige, das noch erhalten ist.

Die Sandsteinmadonna in der St. Marienkirche

Die dreischiffige Hallenkirche St. Marien stammt aus dem 13. Jahrhundert. Zwischen 1271 und 1548 war das gotische Backsteingebäude die wichtigste Kirche im bischöflichen Wittstock. Sehenswert ist das mächtige Kreuzgewölbe im Inneren, die Sandsteinmadona sowie der spätgotische Altar.

Altes Rathaus mit Jugendstilfassade

Obwohl man es dem Gebäude nicht mehr ansieht – stammt das Rathaus aus dem 13. Jahrhundert. Nur die Souterrainfenster verraten, dass es sich um ein sehr altes Haus handelt. Denn das Untergeschoss verschwindet im Boden. Das Rathaus wurde 1274 erstmals erwähnt. 1905 bekam das mittelalterliche Gebäude mit Gerichtslaube ein modernes Kleid im Jugendstil übergestülpt.

Telschow´sches Haus an der Königstraße 33

Das Telschow´sche Haus ist eines der wenigen erhaltene Fachwerkhäuser. Das Gebäude diente als eine der ersten Poststationen. Es hat den großen Brand im Jahr 1716 weitgehend unbeschadet überstanden. Damals gingen 300 Häuser in der Wittstocker Altstadt in Flammen auf.

Heilig-Geist-Kirche in Wittstock

Die Heilig-Geist-Kirche wurde um 1300 erbaut. Einst nutzten vor allem Kaufleute und Reisende die Kirche zur Andacht. Von der alten Einrichtung ist im historische Backsteinbau nichts mehr vorhanden.

Friesen-Jahn-Körner-Denkmal

Gleich hinter dem Gröpertor liegt das Friesen-Jahn-Körner-Denkmal. Es erinnert an die Befreiungskriege von 1813. Der Pädagoge und Mitbegründer der Turnkunst Karl Friedrich Friesen fiel 1814 im Kampf gegen die napoleonischen Truppen. Sein Freund, der Dramatiker und Dichter Theodor Körner wurde beim Gefecht im Forst von Rosenow 1813 tödlich getroffen. Beide waren mit Turnvater Friedrich Jahn befreundet.

Papageien-Taucher-Info

Ostprignitzmuseum: Amtshof 1 – 5, 16909 Wittstock; Telefon: (03394) 433725; Öffnungszeiten von September bis April: Di-Do 9-16 Uhr, Fr bis 9-14 Uhr, Sa 13-16 Uhr, So 11-16.30 Uhr, Mai-August Di-Do 9-17 Uh, Fr 9-15 Uhr, So 11-16.30 Uhr, Eintritt: 4,50 Euro, ermäßig 3 Euro, Familienkarte 8 Euro

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