Rotes Meer – ein Paradies für Taucher

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Das Rote Meer ist ein 2240 Kilometer langer Nebenarm des Indischen Ozeans. Die See zwischen Afrika und der Arabischen Halbinsel ist teilweise mehr als 2600 Meter tief. Durch den Suezkanal entstand 1869 eine Verbindung vom Indischen Ozean zum Mittelmeer. Für Touristen ist das Rote Meer ein Bade- und Tauchparadies. Es herrschen ganzjährig sommerliche Temperaturen und es gibt so gut wie nie Regen. Für die Anrainer ist der Meeresarm ein wichtiger Transportweg. Außerdem wird dort Öl gefördert.

Das Rote Meer hat sehr klares Wasser

Am Golf von Aden verengt sich das Rote Meer auf nur noch 29 Kilometer Breite. An der Meerenge steigt kühles Tiefenwasser aus dem Golf von Aden auf. Dies ist wie eine biologische Barriere, die von einigen Arten wie Seeschlangen nicht überwunden werden. Insgesamt ist der Wasseraustausch mit dem Indischen Ozean sehr gering. Deshalb ist der Salzgehalt im Roten Meer etwa ein Prozent höher als in anderen Ozeanen. Da keine Flüsse ins Rote Meer münden, gibt es weniger Schwebstoffe im Wasser, was Taucher und Schnorchler wegen der guten Sichtverhältnisse zu schätzen wissen. Gleichzeitig fördert die gute Wasserqualität das Wachstum von Korallen.

Saumriffe schützen die Küste

Die Küste ist auf beiden Seiten von Saumriffen umgeben. Zu Eritrea gehört der Dahlak-Archipel. Die Gruppe mit 126 Inseln, von denen viele von Korallen umgeben sind, war einst Zentrum der Perlenfischerei. Seit Taucher nach dem Zweiten Weltkrieg die Gewässer des Roten Meeres wegen ihrer einzigartigen Unterwasserwelt entdeckt haben, sind an der ägyptischen Küste zahlreiche Badeorte wie Sharm El-Sheikh, Hurghada oder Marsa Alam entstanden.

Acht Länder liegen am Roten Meer

Auf der nordwestlichen Seite grenzt Ägypten ans Rote Meer, auf der östlichen Seite befindet sich die arabische Halbinsel, weshalb ein Teil auch als Arabisches Meer bezeichnet wird. Im Norden, am Golf von Aqaba, grenzen Israel und Jordanien an die See. Eilat ist ein beliebtes Urlaubsziel für Taucher in Israel.  Auf der Westseite erstreckt sich die ägyptische Küste von der Hafenstadt Suez in Norden über die Sinaihalbinsel und die Urlaubsorte Hurghada, El Quseir und Marsa Alam bis in zur Grenze zum Sudan. Weiter südlich schließen Eritrea und Dschibuti an der Küste an. Auf der Ostseite befinden sich Saudi-Arabien und Jemen.

Woher hat das Rote Meer seinen Namen?

Es gibt mehrere Erklärungen für die Namensgebung des Roten Meeres. Danach soll der Name aus der Zeit der Achaimeniden stammen. Das iranische Volk kennzeichnete die Himmelsrichtungen durch Farben. Rot war die Farbe des Südens, schwarz die Farbe des Nordens. Daher die Namen Rotes Meer und Schwarzes Meer. Der Grieche Strabo zog unter anderem die rote Erde an der Ostseite des Meeres und die Berge auf der Westseite, die durch die Sonne rot erscheinen, als Namensgeber in Betracht. Die Ägypter beziehen sich auch auf die Farbe der Umgebung. Danach erscheint das Wasser rot, wenn sich die Berge und die rote Erde im Wasser spiegeln. Eine vierte Variante verweist auf Blaualgen. Ab und zu blühen diese rötlichen Algen sehr kräftig und bedecken weite Teile der Wasseroberfläche, so dass es so scheint, als wäre das Wasser rot.

Bildquellen

  • Lagune am Saumriff des Roten Meeres: papageientaucher

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