Die Hassan-II.-Moschee hat das höchste Minarett der Welt

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Die Hassan-II.-Moschee ist eines der größten Gotteshäuser in den islamischen Ländern. Das Minarett ist 210 Meter hoch und damit das höchste der Welt. Nachts weist ein grüner Laserstrahl nach Mekka. Der riesige Bau ist wirklich prachtvoll. Modernste Bautechnik versteckt sich hinter sehr geschmackvollem, arabisch-muslimischem Dekor. Ähnlich wie im Kölner Dom fühlt man sich in dem überdimensionierten Gotteshaus jedoch etwas verlassen. Die Moschee kann auch von Nicht-Muslimen im Rahmen einer Führung besichtigt werden.

Gebetshalle mit Fußbodenheizung

Die Moschee hat erstaunlicher Weise den Grundriss einer Basilika mit Quer- und Längsschiff. Sie ist 200 Meter lang und 100 Meter breit. In der prächtigen Gebetshalle haben 25000 Gläubige Platz. Zu wichtigen Festtagen können die Gläubigen auch rund um die Moschee beten. Platz ist so für 105.000 Gläubige.

Wertvolle Steine umkleiden die dicken Säulen

Der Boden des Gotteshauses ist mit wertvollen Marmor- und Granitplatten ausgelegt. Darüber liegt ein Teppich, damit die Gläubigen nicht auf den kalten Steinen beten müssen. Es gibt aber natürlich auch eine Fußbodenheizung. In der Mitte der Gebetshalle befindet sich ein schmaler Rahmen mit Glasboden. So lässt sich erkennen, ob im Waschraum noch Gläubige sind.

Die Decke in der Gebetshalle öffnet sich automatisch

Eine weitere Besonderheit ist die Decke. Sie ist mit kunstvoll geschnitztem und bemaltem Zedernholz verkleidet. Bei warmem Wetter öffnet sich die Decke automatisch und lässt Luft und Licht ins Innere der Gebetshalle.

Die Frauen beten auf dem Balkon

Auf der östlichen Seite der Moschee sind zwei riesiger Balkone, Mezzanine, entstanden. Rolltreppen führen in den großen Gebetsraum, der den Frauen vorbehalten ist.

Waschraum im Untergeschoss

Direkt unter der Gebetshalle befindet sich der große Waschraum. Er gliedert sich in einem Hauptraum in der Mitte und zwei Räume zu beiden Seiten. Das Wasser strömt über die 41 blütenförmigen Marmorbrunnen auf den Boden. Es gibt auch zwei Hammams im Gebäude. Ergänzt wird die Anlage durch eine Koranschule, eine Bibliothek und ein Museum.

Hassan-II.-Moschee steht zur Hälfte im Atlantik

Die Moschee entstand auf Initiative König Hassan II. (1929-1999). Sie sollte eine Attraktion für Casablanca werden – und das ist sie. Ein Teil der Moschee, die der französische Architekt Michel Pinau entworfen hat, liegt über dem Atlantik. Dafür wurden hunderte von Stahlbetonpfeiler in den Meeresboden gerammt. Eröffnet wurde der Sakralbau nach siebenjähriger Bauzeit 1993. Weil die Spenden nicht ausreichten, wurden für den Moscheebau auch Steuern erhoben, ähnlich wie der Solidarbeitrag in der Bundesrepublik.

Papageien-Taucher-Infos/Tipps

Boulevard della Corniche, 20000 Casablanca; Telefon: 05224886, Führungen: täglich 9, 10, 11 und 14 Uhr, freitags 9 und 14 Uhr (Winterhalbjahr), im Sommer 9, 10, 11, 12, 15 und 16 Uhr, freitags 9, 10, 15 und 16 Uhr, während des Ramadan 9, 10 und 11 Uhr; Eintritt: 120 Dirham, ermäßigt 60 Dirham; Internet: fmh2.ma

Tipp 1: Vom Turm des Minarett haben Besucher einen tollen Blick auf den Atlantik und die Stadt.
Tipps 2: Besucher müssen in der Moschee ihre Schule ausziehen. Es gibt Taschen, um die Schuhe während der Führung in die Hand zu nehmen. Wer kalte Füße befürchtet, kann sich ein zweites Paar Strümpfe mitnehmen und überziehen. Die Führung erfolgt aber weitgehend auf Teppichboden.

In der Nähe

  • Corniche
  • Leuchtturm

Bildquellen

  • Prachtvolle Gebetshalle in Casablanca: papageientaucher

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