Der Einsteinturm

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Der Einsteinturm ist ein Observatorium im „Wissenspark Albert Einstein“ in Potsdam. Der einmalige Turm wurde auch deshalb gebaut, weil Wissenschaftler  in den Zwanziger Jahren hofften, damit die Relativitätstheorie von Albert Einstein beweisen zu können. Das dies noch Jahrzehnte dauert würde, konnte die Experten damals noch nicht wissen. Heute beobachten die Wissenschaftler dort Magnetfelder auf der Sonne. Um auf den Telegrafenberg mit dem Turm zu gelangen, müssen Besucher das Eingangstor zum Wissenspark passieren.

Wissenschaftler analysieren das Sonnenlicht

Im Einsteinturm ist das Sonnenteleskop des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam untergebracht. Deshalb kann der Turm nur im Rahmen von Führungen besucht werden. Das Sonnenteleskop war bis zum Zweiten Weltkrieg das bedeutendste in Europa. Das Linsenobjektiv hat einen Durchmesser von 60 Zentimetern. Ein schwenkbarer Spiegel leitet das Sonnenlicht in den Spektrografenraum. Dort wird das Licht in seine spektralen Bestandteile zerlegt und analysiert.

Der Weg zum Einsteinturm führt am Großen Refraktor vorbei

Der Weg auf den Telegrafenberg mit dem Einsteinturm ist ausgeschildert. Hinter der Pförtner-Loge erst links und dann rechts halten. Der Weg führt den Berg hinauf zum Michelson-Haus. Dort arbeiten Wissenschaftler des Instituts für Klimafolgenforschung. Dahinter liegt der Große Refraktor mit dem Schülerlabor. Hinter dem Großen Refraktor links zum Einsteinturm abbiegen. Eine Treppe führt zum Einsteinturm herunter. Wer will, kann auch der Beschilderung des Wissenschaftsparks folgen. Vor den verschiedenen Häuser stehen Infotafeln, die über das Haus und seine wissenschaftliche Nutzung informieren.

Ungewöhnliche Form für einen Wissenschaftsturm

Der Architekt Erich Mendelsohn schuf die ungewöhnliche Form des Turms. Denn die Wissenschaftler wollten ein Bauwerk, in dem das Teleskop sozusagen freischwebend untergebracht werden konnte. Dabei experimentierte Mendelsohn mit neuen Materialien wie Stahlbeton. Jedoch war diese Technik zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch nicht ausgereift. Ein Teil des Gebäudes wurde in traditioneller Bauweise mit Ziegelmauerwerk erstellt. Diese Mischbauweise verursacht bis heute immer wieder Schäden. Denn die unterschiedlichen Materialien reagieren sehr unterschiedlich bei Wärme oder Kälte. Heute zählt der 1924 eröffnete Turm der expressionistischen Architektur zu den Bauwerken der Moderne.

Papageien-Taucher-Infos

Albert-Einstein-Straße, 14473 Potsdam; Besichtigungen des Turms sind nur im Rahmen von Führungen der Urania Potsdam möglich, Telefon: +49 (0) 331-293683

Anfahrt

A 100, A 115 bis Potsdam, Parkplatz in der Nähe des Eingangs zum Wissenspark suchen
S-Bahn S 7, RB 21, RE 1 bis Potsdam Hauptbahnhof, von dort etwa zehn Minuten über die Albert-Einstein-Straße bis zum Wissenschaftspark

In der Nähe

  • Museum Barberini
  • Filmmuseum
  • Kutschstall
  • Ratswaage
  • Neuer Markt
  • Nikolaikirche
  • Potsdam Museum

Bildquellen

  • einsteinturm (4): papageientaucher

Vielleicht gefällt dir auch

%d Bloggern gefällt das: