Ziesar – die Burg ist das Wahrzeichen

Ziesar liegt kurz vor der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Die Burg der Bischöfe ist das Wahrzeichen der einstigen Töpferstadt. Besonderes sehenswert ist die mit mittelalterlichen Malereien geschmückte Kapelle St. Peter und Paul. In der einstigen Bischofsresidenz dokumentiert das Museum die Brandenburger Kirchengeschichte. Vom Burgturm aus haben Besucher eine gute Sicht über die Umgebung im Fläming.

Kapelle St. Peter und Paul in der Burg Ziesar

Das wichtigste Gebäude in Ziesar ist die Burg. Die Festungsanlage ist gut erhalten und lässt sich bei einem Spaziergang umrunden. Besonders sehenswert ist die Kapelle St. Peter und Paul. 1470 wurde sie geweiht. Sie ist mit mittelalterlichen Malereien reich geschmückt. Diese Malereien haben die Wirren der Zeit wahrscheinlich nur deshalb so gut überstanden, weil Hugenotten die Burgkapelle als Kirche nutzten und die Wände weiß tünchten. Unter der Farbe blieben die wertvollen Malereien aus dem 15. Jahrhundert erhalten. In der Burgkapelle bekommen Besucher einen Eindruck davon, wie farbenfreudig Kirchen im Mittelalter ausgeschmückt waren. Die Kapelle wird während der Öffnungszeiten des Museums jeweils um 12 und 14 Uhr sowie während der Sommeröffnungszeiten um 16 Uhr für Besucher für zehn Minuten geöffnet.

Museum auf der Burg Ziesar

Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten eröffnete im Mai 2005 das Museum für brandenburgische Kirchen- und Kulturgeschichte des Mittelalters in der alten Burg. Neben den Ausstellungstücken sollten Besucher auch einen Blick auf die Ecken und Decken werfen. Denn die Restauratoren haben an einigen Stellen die alten Wände nicht neu verputzt. So bekommen Besucher einen Eindruck von den Ziegelspitzbögen, die einst Wände und Decken zierten.

Blendende Aussicht vom Burgturm aus

Der Burgturm ist 35 Meter hoch. Im Turm dienen die Plattformen ebenfalls als Ausstellungsfläche. Zu sehen sind unter anderem Dokumente und Werkzeuge von Handwerkern. So gab es einst etwa 20 Schuster in Ziesar.

Bischofssitz Ziesar

948 übertrug Otto I. das Dorf dem Hochstift Brandenburg. Mitte des 13. Jahrhunderts bauten die Franziskaner dort ein Kloster. Ebenfalls im 13. Jahrhundert begann der Bau der Heilig-Kreuz-Kirche. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts errichteten die Zisterzienser ein zweites Kloster. Der brandenburgische Bischof Ludwig lässt die Burg zu seiner festen Residenz ausbauen. Von 1327 an bis zur Reformation 1560 war die Burg Ziesar der Sitz der Bischöfe von Brandenburg. Nach der Reformation und dem Dreißigjährigen Krieg diente die Anlage dann der kurfürstlichen Verwaltung.

Haus Friedrichs des Großen

Das Haus am Mühlentor 16 gab König Friedrich II. etwa 1775 in Auftrag. Das Haus diente ihm und anderen hochherrschaftlichen Gästen als Quartier auf der Durchreise.

Papageien-Taucher-Tipps

In der Burg hat auch die Touristeninformation ihr Büro: Burg Ziesar, Mühlentor 15A, 14793 Ziesar, Telefon: 033830/12735;
Museum, Öffnungszeiten: jeweils Di-So April und Oktober 10-16 Uhr, Mai bis September 10-17 Uhr, November bis März geschlossen; Eintrittspreis: 5 Euro, ermäßigt 4 Euro; Internet: www.burg-ziesar.de

Anfahrt: Mit dem Auto über die A2
Mit der Bahn: Regionalbahn RE 1 bis Brandenburg oder Wusterwitz, von dort mit der Buslinie 559/562 nach Ziesar, Haltestelle Frauentor oder Breiter Weg. Von dort sind es etwa 5 bis 7 Minuten Fußweg.

Bildquellen

  • Burg Ziesar: papageientaucher

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