Rapsblüte – ein gelbes Blütenmeer

Die Rapsblüte beginnt Ende April und verwandelt die Landschaft in ein gelbes Blütenmeer. Wer in dieser Zeit durch die Lande fährt, entdeckt überall die goldleuchtenden Rapsfelder. So tauchen beispielsweise neben der Landstraße 91 zwischen Nauen und Brandenburg an der Havel immer wieder gelbe Rapsfelder auf. Dabei hat der Rapsanbau in den vergangenen Jahren abgenommen. Auf etwa 950000 Hektar ist die Blütenpracht im Frühjahr zu bewundern. Das entspricht etwa acht Prozent der Anbaufläche in Deutschland. Wanderer, Auto- und Radfahrer erfreuen sich aber an den blühenden Feldern.

Schleswig-Holstein im Gelb-Fieber

Schleswig-Holstein ist berühmt für seine gelben Rapsfelder, die normalerweise die ersten Touristen in die Küstenregionen locken. Aber auch in Mecklenburg-Vorpommern, Niederfranken oder Brandenburg wird Raps häufig angebaut. Wer beispielsweise die Hauptstadt Berlin verlässt, wird immer wieder die gelb blühenden Rapsfelder entdecken. 2020 begann der Raps bereits um Ostern herum zu blühen. Durch den milden Winter 2019 haben die Ölpflanzen einen Vegetationsvorsprung von etwa 14 Tagen. Nach etwa zwei Monaten Blühzeit wird der Raps im Juli geerntet. Raps verträgt jedoch keine Dürre wie sie in den Jahren 2018 und 2019 herrschte. Da Raps niemals zweimal hintereinander auf dem gleichen Feld angebaut wird, gibt es auch keine konkreten Angaben dazu, wo die schönsten Rapsfelder zu finden sind. Wer aufs Land fährt, findet die gelben Felder aber schnell.

Raps war früher giftig

Rapsöl hat sich zu einem beliebten Speiseöl in Deutschland gemausert. Erst seit 1993 gibt es Rapsöl in großen Mengen auch für die Küche. Obwohl Raps bereits von den Römern angebaut wurde, wurde das Öl wegen seines bitteren Geschmacks ungern in der Küche verwendet. Außerdem enthalten alte Sorten giftige Stoffe wie Erucasäure und Glucosinolate. Deshalb diente das Öl vorwiegend als Lampenöl. Im Zweiten Weltkrieg wurde notgedrungen aus Rapsöl Margarine hergestellt. Erst neuere Züchtungen aus den 1980er-Jahren enthalten so gut wie keine Giftstoffe mehr. So können die schwarzen Samen auch zur Lebenmittelherstellung verwendet werden. Die alten Sorten werden in geringem Umfang auch noch angebaut, weil beispielsweise Erucasäure für die Industrie benötigt wird.

Papageien-Taucher-Tipps

Sternberg im Landkreis Ludwigslust-Parchim veranstaltet jedes Jahr Anfang Mai ein Rapsblütenfest. 2020 wurde es jedoch wegen der Corona-Pandemie angesagt.

Bildquellen

  • rapsfeld-stoelln-3: papageientaucher

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