Panthéon – Ruhmeshalle für berühmte Wissenschaftler und Künstler

Das Panthéon ist die nationale Ruhmeshalle von Frankreich. Seit der Französischen Revolution finden dort berühmte Franzosen ihre letzte Ruhestätte. Louis Braille, Marie und Pierre Curie, Alexander Dumas, Victor Hugo, Voltaire und Èmile Zola sind dort bestattet worden. Die Kirche steht auf den Hügel der heiligen Genoveva. Rund um das Panthéon befinden sich verschiedene Fakultäten der Pariser Universität Sorbonne.

Römisches Vorbild für das Panthéon

Ludwig der XV. gab den Neubau 1764 in Auftrag. Der Architekt Jacques-Germanin Soufflot erbaute die klassizistische Kirche für die Abtei Saint-Geneviéve. Vorbild war das Panthéon in Rom. Schon im 5. Jahrhundert gab es an dies Ort eine Kirche in der unter andrem der Merowingerkönig Chlodwig I. (511) seine letzte Ruhestätte fand. Die im 12. Jahrhundert dort errichtete Stiftskirche überdauerte die Zeit ebenfalls nicht. Bereits in 17. Jahrhundert gab es Pläne für einen Neubau. Doch erst 1764 gab es grünes Licht. Kurz nach der Einweihung okkupieren die Führer der französischen Revolution das Kirchengebäude und wandelt es zu einer Ruhmeshalle für bedeutende Persönlichkeiten um. Die Ruhestätten befinden sich in den zahlreichen Gängen, die mit Kapellen ausgestattet sind.

Alexander Dumas fand 2002 seine letzte Ruhe im Panthéon

Wer in der Ruhmeshalle seine letzte Ruhestätte findet, entscheidet der französische Präsident auf Vorschlag der Nationalversammlung. Viele berühmte Persönlichkeiten sind erst wesentlich später ins Panthéon umgebettet worden. Der Leichnam des Dichters Alexandre Dumas (1802-1870) wurde beispielsweise erst 2002 ins Panthéon verlegt. Es gibt auch sterbliche Überreste, die wieder entfernt wurden, so unter anderem der Führer der Jakobiner Jean-Paul Marat.

Das Focaultsche Pendel

Im Panthéon befindet sich das berühmte Focaultsche Pendel. Mit diesem Gerät gelang dem Physiker Léon Foucault 1851 der Nachweis der Erdrotation. Das Pendel hängt an einer 67 Meter langen Schnur. Der goldene Pendelkörper hat an seiner Unterseite eine Spitze, die damals mit jeder Schwingung eine Spur in den darunterliegenden Sand zeichnete.

Papageien-Taucher-Info

Place de Panthéon, 75005 Paris; Telefon: +33(0)144321800; Öffnungszeiten: täglich April bis September 10-18.30 Uhr, Oktober bis März 10-18 Uhr, 1. Januar, 1. Mai, 17. Juni vormittags und 25. Dezember geschlossen; Eintritt: 9 Euro, ermäßigt 7 Euro, jeden 1. So im Monat freier Eintritt; Internet: paris-pantheon.fr

Anfahrt Metrolinie 10 bis Cardinale Lemoine, Regionalbahn B bis Luxembourg

Buslinien 21, 27, 38, 82, 85, 89

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Bildquellen

  • Im Panthéon in Paris finden berühmte Franzosen ihre letzte Ruhestätte: papageientaucher

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