Kyritz liegt nicht an der Knatter

Kyritz war einst wichtige Raststation auf den alten Handelswegen nach Hamburg und Rostock. Etwas mehr als 100 Kilometer vor der Berliner Stadtgrenze gelegen, ist der Ort auch heute noch für einen Stopp gut geeignet. Die Kleinstadt in der Ost-Prignitz hat eine historische Altstadt mit schönen alten Fachwerkhäusern.

Im Rathaus liegt  das Schwert von Ritter Bassewitz

Auf dem nördlichen Teil der Altstadtmarktes steht die mehr als 200 Jahre alte Friedenseiche. Gebäude aus mehreren Jahrhunderten rahmen den Platz ein. Von einem Restaurant oder Café aus können Besucher dem Treiben auf dem Marktplatz zusehen.

Das Rathaus ist relativ jung. Es wurde 1879/80 erbaut, nachdem das alte Rathaus durch einen Brand zerstört wurde. Im Verwaltungsgebäude wird das Schwert des Ritters Kurt von Bassewitz aufbewahrt. Der streitlustige Raubritter versuchte um 1400 mehrmals vergeblich, die Stadt einzunehmen. Die Bürger der Hansestadt schlugen den Ritter und seine Mannen jedoch in die Flucht. An diese denkwürdigen Ereignisse erinnert das Bassewitzfest, das jährlich Ende Mai gefeiert wird.

Bassewitzbrunnen erinnert an streitbare Kyritzer

Der Brunnen auf den Marktplatz erinnert ebenfalls an den Sieg über den Raubritter. Er versuchte mittels eines unterirdischen Ganges in die Stadt einzudringen um sie einzunehmen.Der Ritter wurde festgesetzt und mit seinem eigenen Schwert geköpft.

Die Hallenkirche am Altstadtmarkt stammt aus dem 15. Jahrhundert. Im Inneren der Kirche soll der Raubritter Bassewitz gefangen genommen worden sein, als er aus einem unterirdischen Gang herauskam.

Franziskaner-Kloster wird Kulturzentrum

Vom einstigen Franziskaner-Kloster ist nicht mehr viel übrig geblieben. Die Ursprünge des Kloster liegen im 13. Jahrhundert. Das Areal an der Johann-Sebastian-Bach-Straße 6 Straße wird peu a´peu restauriert. Das ehemalige Klosterensemble mit der Brennerei wird zum Kulturzentrum ausgebaut.

Kyritz liegt nicht an der Knatter

Kyritz wurde bereits im Jahr 946 erstmals urkundlich erwähnt. Auf der nördliche Seite der Altstadt sind noch die Reste der alten Stadtmauer zu sehen. Das Knattern der Mühlen gab Kyritz seinen Beinamen „an der Knatter“. Einst standen fünf Mühlen an dem Flüsschen Jägeritz. Die knatterten den ganzen Tag über, so dass Besucher den Ort Kyritz an der Knatter nannten.

Sechs Seen mit schönen Badestränden und Radwanderwegen

Kyritz liegt nahe an der Müritzer Seeplatte und ist von sechs Seen umgeben. Dort gibt es Badestrände, Ausflugslokale und Wassersportangebote. Ein beliebtes Ausflugsziel ist die Unterseeinsel im Kyritzer Untersee. Eine Fähre bringt Besucher von Bantikow und der Waldkolonie auf das Eiland, auf dem sich eine Gaststätte befindet.

Kyritz ist ein Ausgangspunkt für die Kleeblatt-Städtetour. Der Radwanderweg führt über Neustadt und Wusterhausen zurück in die einstige Hansestadt.

Papageien-Taucher-Infos

Strandbad Kyritz, Seestraße 120, 16866 Kyritz; Telefon: 033971-72262; Eintritt: 2,50 Euro, Kinder 1,50 Euro; Öffnungszeiten: Mai bis Oktober außerhalb der Ferien Mo-Fr 1-18 Uhr, Sa u. So 12-18 Uhr, in der Sommerferien täglich 10-19 Uhr

Bootsverleih: Ruderboote und Kanus 5,50 Euro für 1 Stunde oder 9 Euro für 2 Stunden, Tretboote ab 6,50 Euro für 1 Stunde bzw. 10 Euro für 2 Stunden; Internet: www.strandbad-kyritz.de

Anfahrt über die Bundesstraßen 167, 5 und 103

In der Nähe

  • Heiligengrabe
  • Wittstock
  • Dossespeicher oder Talsperre Kyritz
  • Flugplatz Kyritz-Heinrichsfelde

Bildquellen

  • Altstadt von Kyritz: papageientaucher

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