James-Simon-Galerie – modernes Entrée der Museumsinsel

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Mit der James-Simon-Galerie hat die Museumsinsel ein neues Entrée bekommen. Der moderne Bau des britischen Architekten David Chipperfield verbindet so vier Museumsgebäude aus dem 19. Jahrhundert. Das minimalistische Innere des Besucherzentrums besteht weitgehend aus Sichtbeton. Besucher erreichen über den neuen Eingang Neues Museum, Pergamonmuseum und später auch Bode- und Altes Museum. Die alten Museumseingänge bleiben aber erhalten.

Archäologische Promenade

Im Erdgeschoss liegt der Eingang mit Kartenschalter und Information. Dort befindet sich auch der Eingang zum Auditorium mit 300 Plätzen für Veranstaltungen. Über eine Treppe geht es vom Eingang hinunter ins Basement. Im Keller dokumentiert eine Dauerausstellung die Entwicklung der Museumsinsel. Entlang an der sich anschließenden Archäologische Promenade gelangen Besucher zum Neuen Museum. Die Archäologische Promenade präsentiert in wechselnden Schaukästen verschiedene Ausstellungen und gibt so einen Blick frei auf die Schätze der verschiedenen Museen. Später soll diese Promenade bis ins Bodemuseum führen.

Museumsrestaurant mit Blick auf den Kupfergaben

Eine halbe Etage höher liegt der Garderobenraum mit Schließfächern und Museumsshop. Die Treppe führt weiter hinauf ins Pergamonmuseum. Insgesamt gibt es für Museumsbesucher viele Treppe zu besteigen. Wem das schwer fällt, kann den Fahrstuhl benutzen.
Interessant ist das Museumsrestaurant. Es liegt parallel zum Kupfergraben und besitzt einen separaten Zugang. Damit ist das Restaurant nicht an die Öffnungszeiten des Museums gebunden und hat länger offen. Der Blick von der Terrasse lohnt allemal einen Abstecher.

James Simon – ein besonderer Mäzen

Der Namensgeber des Besucherzentrums, James Simon (1851-1932), hat wesentlich zur Museumslandschaft in Mitte beigetragen. Der jüdische Kaufmann war ein leidenschaftlicher Sammler und ließ sich bei seinen Einkäufen vom damaligen Direktor des Kaiser-Friedrich-Museums Wilhelm Bode beraten. 1898 gründete Simon die Deutsche Orientgesellschaft und finanzierte später die Ausgrabungen in Tell-el-Amarna. Der wichtigste Fund: die Büste der Nofretete. Simon vermachte den Museen 10000 Objekte. Den Nationalsozialisten gelang es jedoch, den Namen des Mäzens fast auszulöschen. Das Kabinett mit Gemälden und Keramiken von Simon im heutigen Bodemuseum wurde aufgelöst. Es ist zur Eröffnung der James-Simon-Galerie nun wieder im Bodemuseum zu sehen.

Die Spanische Treppe von Berlin

Sowohl Hermann Parzinger, der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, als auch Michael Eissenhauer, der Generaldoktor der Staatlichen Museen zu Berlin zeigten sich vor Journalisten hocherfreut über das neue Besucherzentrum. Eissenhauer hofft, dass die große Freitreppe bald so berühmt wird wie die Spanische Treppe in Rom.

Papageien-Taucher-Info

Bodestraße, 10178 Berlin; Telefon: +49 (0) 30-266424242; Öffnungszeiten: täglich 9.30-18.30 Uhr, Do bis 20.30 Uhr, 24. Dezember geschlossen; Eintritt: frei bis auf den Zugang zu Sonderausstellungen;
Museumsrestaurant: Öffnungszeiten: täglich 9.30-23 Uhr

Anfahrt

U-Bahnlinie U6 und S-Bahnlinien S1, S2, S25, S26 bis Friedrichstraße, S-Bahnlinie S3, S5, S7 bis Hackescher Markt, Tramlinie M1 und 12 bis Am Kupfergraben, M4, M5 und M6 bis Hackescher Markt
Buslinie TXL bis Staatsoper, 100 und 200 bis Lustgarten, 147 bis Friedrichstraße

Tipp: Am 13. Juli 2019 feiern die Museen die Eröffnung der James-Simon-Galerie. Von 10-21 Uhr können Besucher das neue Gebäude erkunden. Führungen, Workshops und Musik runden das Angebot ab.

In der Nähe

  • Unter den Linden
  • Berliner Dom
  • Humboldt-Forum/Schloss
  • Zeughaus
  • Neue Wache
  • Staatsoper
  • Humboldt-Universität
  • Bebelplatz
  • Gendarmenmarkt
  • Deutsches Historisches Museum

Bildquellen

  • james-simon-galerie-freitreppe: papageientaucher

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