Großräschener See – Wasser verdeckt Kohlegruben

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Der Großräschener See entstand 2007, als der ehemalige Tagebau Meuro geflutet wurde. Die ehemalige Bergbauregion soll künftig mit ihren Seen Touristen anziehen. Der neu entstandene See ist 55 Meter tief und hat eine Fläche von 790 Hektar. Durch Kanäle sollen die 20 Seen der geplanten Lausitzer Seelandschaft verbunden werden und so eine einmalige Wasserlandschaft bilden. Mit 14 000 Hektar Wasserfläche wird dies die größte künstliche Seelandschaft Europas. Der Großräschener See lässt sich zu Fuß, per Rad oder Skateboard auf dem Seerundweg sowie per Boot erkunden.

IBA-Terrassen und Seebrücke

Im Jahr 2000 wurden für die Internationale Bauausstellung (IBA) die Seeterrassen angelegt. Von den Terrassen haben Besucher einen schönen Blick über den See. In den sehr modernen Gebäuden ist neben dem Kongresshaus ein Kubus für Ausstellungen reserviert. Dort wird über die einstige Bergbauregion und seine Entwicklung zur Seenlandschaft informiert. Weitere Schauen beispielsweise mit Fotografien oder über die Historie der IBA ergänzen die Informationen. Vom Tagebau übrig geblieben ist die Seebrücke. Der ehemalige Abraumabsetzer hält einen 66 Meter langen Steg, auf dem Gäste trockenen Fußes einen Gang über den See machen können. Die Seebrücke ist ein Relikt des Tagebaus. Zu den IBA-Terrassen gehört auch ein Café, das täglich bis 18 Uhr geöffnet ist, am Wochenende bis Sonnenuntergang.

Hafen am Großräschener See

Die neue Seenlandschaft hat in Großräschen einen Hafen bekommen. Dort können Hobbykapitäne ihre Jachten und Jollen ins Wasser bringen. Der Sportboothafen hat 120 Liegeplätze. Über eine Seenkette aus neun See können Sportschiffe bis nach Hoyerswerda fahren. 2019 wird der Hafen vom 10. bis 12. Mai mit einem See-Fest unter dem Motto „Seenland aus Bergmannshand“eröffnet (10. Mai 17-24 Uhr, 11. Mai 12.30-1 Uhr, 12. Mai 12-20 Uhr).

Dampfertour auf dem See

Für die Erkundung des Großräschener Sees legt in der Saison die ehemalige MS Herzogstand am Kai an. Das Fahrgastschiff stammt aus Bayern und fuhr Gäste bis vor einem Jahr auf dem Kochelsee spazieren. Jetzt soll es Bootsgäste über den Großräschener See fahren.

Seehotel residiert im Ledigenwohnheim

Von den einstigen historischen Gebäude sind nur vier erhalten geblieben. Das älteste Haus von Großräschen, „Der Kurmärker“, ist ein Fachwerkgebäude aus dem Jahr 1781. Im 2004 restaurierten Gebäude an der Seestraße 1-2 hat die AWO ihr Quartier sowie die Stadtbibliothek und der Veranstaltungssaal.
Im ehemaligen Beamtenhaus an der Seestraße hatte die IBA- zeitweilig ihre Sitz. Derzeit ist dort das IBA-Studierhaus mit Café und Eventlokation untergebracht. Im ehemaligen Ledigenwohnheim der Ilse-Grube an der Seestraße 88 residiert heute das Seehotel. Ebenfalls erhalten sind die Direktoren-Villa Kupert und die ehemalige Ilse-Apotheke.

Fälschermuseum mit Mona Lisa

Im Ensemble rund ums Seehotel ist zudem das Fälscher-Museum untergebracht. Dort werden Meisterwerke der Kunst wie die Mona Lisa zu sehen. Die 80 täuschend echten Gemälde stammen von drei russischen Brüdern, die sich auf das Kopieren von Meisterwerken aus mehreren Jahrhunderten spezialisiert haben. Gemalt werden die Fälschungen in der Werkstatt der Brüder Posin im Berliner Bezirk Neukölln (Öffnungszeiten des Museums telefonisch erfragen unter Telefon: +49 35753 69066-0; Eintritt: 2 Euro, ermäßigt 1 Euro)

Papageien-Taucher-Info

Besucherzentrum Lausitzer Seenland in den IBA-Terrassen: Seestraße 100
01983 Großräschen; Telefon: 035753-26111; Öffnungszeiten: März bis Oktober Mi-Fr 12-16 Uhr sowie an Feiertagen und zu Veranstaltungen; Internet: iba-terrassen.de
Seehotel mit Fälschermuseum: Seestraße 88; Telefon: +49-35753-690660: Internet: seehotel-grossraeschen.de

Anfahrt: A 13 bis Ausfahrt Großräschen, B 96, B 101, B 169

Bahnlinie RB 24 bis Großräschen, Buslinie 614, 615, 616 und 883 bis Seestraße

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Bildquellen

  • großraeschen-seebruecke: papageientaucher

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