Goethe-Haus in Frankfurt

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Das Goethe-Haus liegt in der Nähe des Goetheplatzes vor dem Beginn der Fußgängerzone Zeil in einer Seitengasse. Das Haus in dem der berühmte deutsche Dichter Johann Wolfgang Goethe (1749-1832) seine Kindheit und Jugend verbrachte zeigt vornehmlich die Wohnkultur im 18. Jahrhundert.

Am Großen Hirschgraben wuchs Goethe auf

Goethes Großmutter hatte das Areal am Großen Hirschgraben mit zwei Fachwerkhäusern 1733 erworben. Nach ihrem Tod ließ der Vater Goethes anstelle der beiden Häuser ein repräsentatives Haus im Stil der Rokoko errichten. Nach dem Tod von Goethes Vater verkaufte sein Frau 1795 das Anwesen samt Inventar. In seiner Autobiografie „Dichtung und Wahrheit“ beschreibt Goethe das Leben in Frankfurt. Nach mehreren Eigentümerwechseln erwarb das Freie Deutsche Hochstift das Haus 1859.

Musikzimmer und Roter Salon

Besucher erreichen über eine Steintreppe aus rotem Stein den ersten Stock. Durch den Vorsaal betreten Besucher dann zwei Salons. Der mittlere Salon, die gute Stube im Hause, ist entsprechend den Vorlieben der damaligen Zeit mit einer Tapete ausgekleidet, die mit chinesischen Elemente bedruckt ist. Im Seitenflügel zum Hof hin liegt ein kleines Musikzimmer.

Gemäldegalerie im Goethehaus

Im zweiten Stock befindet sich die Bücherei und die Gemäldesammlung, die über den Vorsaal betreten werden. Im Vorsaal steht eine Wanduhr, eine sogenannte astronomische Uhr. Sie zeigt nicht nur die Zeit sondern auch die Mondphasen, den Sonnenstand und die Tierkreiszeichen an.
Der Vater Goethes sammelte Gemälde von Frankfurter Malern. Er bevorzugte Sujets, die der niederländischen Malerei nahe kamen. Neben der Galerie befindet sich die Bibliothek. Sie umfasste einst 2000 Bücher, der verschiedensten Wissengebiete. Auf der gegenüberliegenden Seite hatte Goethes Mutter ihr Refugium. Zwei Porträts zeigen Frau Rat und ihren Mann. An den Raum der Frau Rat schließt sich das Geburtszimmer an, in dem Goethe wohl zur Welt kam. Tochter Cornelia war im Seitenflügel im Zimmer zum Hof untergebracht.

Dichterzimmer Goethes

Im dritten Stock unter dem Dach sind weitere Salons zu besichtigen, darunter auch das Dichterzimmer, in dem der junge Goethe seine frühen Werke wie „Götz“ oder „Clavigo“ verfasste. Interessant ist auch das Spielzimmer. Dort ist in einer Vitrine der Rest von einem Kindertheater zu sehen. Goethe hat dort als Junge mit seiner Schwester Theaterstücke aufgeführt. Auch Programmhefte und Eintrittskarten wurden für die Aufführungen gedruckt wie in einem richtigen Theater. Der Rundgang führt über das Erdgeschoss zum Ausgang zurück. Neben zwei Salons ist die gut ausgestattet Küche sehenswert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Goethes Elternhaus wieder aufgebaut

Das ursprünglich Haus wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. 1947 begann der Wiederaufbau. Es wurde nach alten Zeichnungen rekonstruiert. 1951 konnte das Elternhaus von Goethe wieder eröffnet werden.

Das Goethe-Museum neben dem Goethe-Haus ist eine Galerie, die in 14. Räumen Gemälde präsentiert, die im 18. Jahrhundert entstanden. Das reicht von der Frankfurter Malerei über Anton Graff bis zu romantischer Landschaftsmalerei und Werken der deutschen Romantik.

Papageien-Taucher-Info

Freies Deutsches Hochstift, Großer Hirschgraben 23-25, 60311 Frankfurt am Main, Telefon: +49 (0) 69-138800; Öffnungszeiten: Mo-Sa 10-18 Uhr, So 10-17.30 Uhr; Eintritt: 7 Euro, ermäßigt 3 Euro, Führungen jeweils Mo-So 14 und 16 Uhr, Sa/so auch 10.30 Uhr (ab 3 Personen); Internet: goethehaus-frankfurt.de

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Bildquellen

  • goethe-haus-3: papageientaucher

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