Canal Grande in Venedig – die prächtigste Wasserstraße der Welt

 

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Der Canal Grande ist die Lebensader Venedigs. In Form eines S zieht sich die vier Kilometer lange Wasserstraße durch die Lagunenstadt, zu beiden Seiten gesäumt von den Palästen der Patrizierfamilien. Dort wuchsen seit Jahrhunderten die Dogen auf. Auf der Hauptstraße der Serenissima herrscht reger Bootsverkehr. Eine Fahrt auf dem Canal Grande gehört zum Muss eines Venedigbesuchs.

Vom Markusplatz zum Piazzale Roma

Die Fahrt vom Markusplatz zum Piazzale Roma ist die beeindruckendste Strecke auf dem Canal Grande. Von der offenen Lagune fahren die Schiffe an der mächtigen Kirche Santa Maria della Salute in den Kanal ein. Zu beiden Seiten säumen die Paläste der reichen Kaufmannsfamilien wie Vernier, Pisani oder Gritti den Kanal. Auf der östlichen Seite fällt das Hotel Bauer ins Auge, auf der westlichen der Palazzo Vernier dei Leoni, in dem sich das Peggy-Guggenheim-Museum befindet. Zwischen Rio di San Barbara und di Ca´Foscari liegt der Palazzo Giustinian, in dem der Komponist Richard Wagner (1813-1883) eine Zeitlang lebte. Im Nachbargebäude, Ca´ Foscari, befindet sich die Universität von Venedig. Es ist der größte Palast Venedigs. Ein Stück weiter auf der östlichen Seite liegt der Palazzi Mocenigo, in dem Thomas Moore und Lord Byron Quartier bezogen hatten.

Rialto ist die berühmteste Brücke am Canal Grande

Am Rialto lag der wichtigste Handelsplatz der Serenissima. Außerdem führte dort jahrhundertelang die einzige Brücke über den Canal Grande. Das Gedränge rund um die Brücke ist auch heute noch so wusselig wie damals. Auf der Westseite befindet sich der beliebte Fischmarkt. Die Brücke mit den Juweliergeschäften ist dicht umlagert und rund um das ehemalige Kontor der deutschen Kaufleute, den Fondaco dei Tedeschi, ist bereits in der Nebensaison kein Durchkommen mehr.

Ca´d´ Oro – das goldene Haus

Der goldene Palast, Ca´d´ Oro, gehört zu den berühmtesten Häusern am Canal Grande. Die Fassade war ursprünglich reichlich mit Gold verziert. Das gotische Gebäude aus dem 15. Jahrhundert steht auf der östlichen Seite neben der gleichnamigen Vaporettostation. Ein Stück weiter liegt der Palazzo Vendramin Calergi, in dem 1883 Richard Wagner verstarb. Heute dient das Gebäude als Spiel-Casino. Auf der westliche Seite ist der Fontego die Turchi nicht zu übersehen. Im ehemaligen Handelskontor der türkischen Kaufleute ist heute das Naturhistorische Museum zu finden. Hinter der Scalzibrücke befindet sich der Bahnhof Santa Lucia und ein Stückchen weiter auf der westliche Seite der Piazzale Roma. .

Vier Brücken überspannen den Canal Grande

Brücken sind seit jeher Mangelware am Canal Grande. Die Rialtobrücke war lange Zeit die einzige Möglichkeit, um trocknen Fußes über den Canal Grande zu gelangen. Erst im 19. Jahrhundert wurden die Scalzi- und die Accademia-Brücke errichtet. Nummer vier ist die Ponte della Constituzione. Sie entstand 2007 nach den Plänen des spanische Architekten Santiago Calatrava.

Mit der Gondel auf dem Canal Grande

Mit der Gondel durch Venedig zu fahren ist sicher eine der schönsten Touren durch die Lagunenstadt. Wer mehr über die Geschichte Venedigs und der prachtvollen Paläste am Canal Grande erfahren will, bucht am besten eine Gondeltour mit Reiseführer. Während die Insassen mit dem Kahn lautlos durchs Wasser gleiten, erzählt der Gondoliere etwas über die Geschichte der venezianischen Familien, die in den Palästen wohnten, die am Kanal stehen. Die Gondelstation liegt am Kai Riva degli Schiavoni, vor dem Hotel Daniele. Eine Gondeltour ist nicht ganz preiswert. Die Preise beginnen bei 60 Euro pro Stunde.

Im Vaporetto auf dem Canal Grande

Mit dem Vaporetto, dem Wasserbus, können Reisende mit der Linie 1 den Canal Grande vom Markusplatz bis zur Piazzale Roma herauf schippern. Die Linie 2 fährt die selbe Strecke über den Canal Grande, hält aber nicht an allen Haltestellen. Die beste Sicht auf die Paläste gibt es entweder vorne oder hinten auf dem Schiff. (Mehr Informationen zum Vaporetto fahren finden sie unter dem Link)

Bildquellen

  • Canal Grande in Venedig: papageientaucher

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