Berlinische Galerie – der besondere Blick auf die Stadt

Die Berlinische Galerie ist der jüngste staatliche Kunsttempel der Stadt. Der Focus ist auf Kunstwerke ausgerichtet, die in Berlin entstanden sind. So erzählen die Gemälde, Zeichnungen, Fotos, Grafiken oder Modell auch immer etwas über die Spreemetropole und über die Zeit, in der sie entstanden sind. Zeitlich beginnt die Sammlung bei der Klassischen Moderne. Der Zeitraum reicht also von der Gründerzeit bis ins Heute.

Von Max Liebermann bis Georg Baselitz in der Berlinischen Galerie

Die Schwerpunkte der Sammlung sind Dada, Neue Sachlichkeit und osteuropäische Avantgarde. Die Galerie besitzt Werke der Berliner Secession unter anderem mit Gemälden von Max Liebermann, Lovis Corinth und Hans Balluschek. Weitere Kunstwerke stammen von Otto Dix, George Grosz und der Dadaistin Hannah Höch. Die jüngere Zeit vertreten Wolf Vostell und Georg Baselitz. Dazu kommt die grafische Sammlung mit 15000 Werken sowie Fotografien und Architekturmodelle wie vom Ludwig-Erhard-Haus an der Fasanenstraße.

Werkschau präsentiert Tastkästen für Blinde

Für sehbehinderte Kunstfans gibt es bei der Sammlungspräsentation für einige Werke Tastkästen. So können Blinde ertasten, wie ein Gemälde konzipiert wurde, welche Stilelemente es enthält und welche Materialien. Für Blinde gibt es spezielle Führungen durch die Sammlung.

Kooperation zwischen Berlin und Istanbul

In wechselnden Ausstellungen präsentiert die Galerie nicht nur ihre Sammlung sondern auch Zeitgenössisches. Dazu kommen Sonderschauen, die sich einzelnen Künstler oder speziellen Themen widmen. Regelmäßig stellt das Haus die Preisträger von Wettbewerben wie der Vattenfall Contemporay und dem Hannah-Höch-Preis vor. 2017 gab es eine Kooperation mit der Istanbuler Biennale. Die in Venedig geborene Bildhauerin Monica Bonvicini präsentierte gleichzeitig in Berlin und am Bosporus ihre Werke. Bonvicini hat seit 25 Jahren einen festen Wohnsitz in Berlin und lehrt an der Universität der Künste.

Berliner Künstler in einem alten Glaslager

Geburtsjahr der Galerie war 1975. Der frisch gegründete Kunstverein hatte anfangs nur ein Büro in Charlottenburg. Im Martin-Gropius-Bau fand die Berlinische Galerie bis 1998 einen Unterschlupf. Danach dauerte es noch sechs Jahre bis ein eigenes Haus gefunden wurde. In einem alten Glaslager mit 4600 Quadratmeter fand die Berlinische Galerie ein festes Quartier.

Papageien-Taucher-Info

Alte Jakobstraße 124, 10969 Berlin; Telefon: 030-78902600; Eintritt: 8 ermäßigt 5 Euro; Öffnungszeiten: Mi-Mo 10-18 Uhr; Internet: berlinischegalerie.de

Anfahrt: Buslinien 248 bis Jüdisches Museum, M29, 248 und N42 bis Linden- Ecke Oranienstraße

In der Nähe

  • Jüdisches Museum
  • Checkpoint Charlie
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Bildquellen

  • Die Berlinische Galerie in Kreuzberg: papageientaucher

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