Storkow – Sehenswürdigkeiten

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Storkow liegt in der Nähe des Scharmützelsees, hat aber einen eigenen, gleichnamigen See. Neben der alten Burg bezeugen die Häuser in der historischen Altstadt rund um den Marktplatz die wechselvolle Geschichte des Ortes mit etwas mehr als 9000 Einwohnern. An einigen Häuser befinden sich QR-Codes. Besucher erfahren per Handy so mehr von den einstigen Bewohnern der Häuser.

Burg Storkow

Die Burg Storkow ist die älteste Burg in Brandenburg. Bereits im 12. Jahrhundert gab es auf einem aufgeschütteten Hügel eine Befestigungsanlage. Aus dem Jahr 1209 stammt die erste urkundliche Erwähnung der Burg. Erbauer soll Markgraf Konrad gewesen sein. Nach den Familien Strele und Bieberstein erwarb schließlich Anfang des 16. Jahrhundert der Bischof von Lebus, Dietrich von Bülow, das Areal und baute es zur bischöflichen Residenz aus. Nach der Säkularisierung ging das Anwesen an den Markgrafen Johann I. von Brandenburg-Küstrin. Er ließ ein Renaissance-Schloss errichten. 1899 bekam die Stadt das Anwesen und verkaufte es an den Architekten Johann Emil Schaudt. Er modernisierte das Ensemble im romantisch historisierenden Stil. Nach dem Zweiten Weltkrieg war im Schloss die Verwaltung untergebracht. 1978 brannte das Anwesen ab. Erst 2008 erfolgte der Wiederaufbau zur 800-Jahrfeier von Storkow.
Seit 2009 hat das Besucherzentrum für den Naturpark Dahme-Heideseen dort sein Domizil. Auch die Tourist-Information ist in der Burg, die auch für Veranstaltungen genutzt wird (Schlossstraße 6, 15859 Storkow (Mark); Telefon: 033678-7308; Öffnungszeiten: täglich 10-17 Uhr). Außerdem empfängt das Café Burgstübchen Gäste (täglich 10-17 Uhr).

Alter Marktplatz mit Friedenseiche

Auf dem großen Marktplatz steht eine Friedenseiche. Sie wurde 1814 gepflanzt, als die napoleonischen Kriege ein Ende fanden. Am Platz stehen viele alte Häuser. Sie entstanden weitgehend nach dem großen Stadtbrand 1712. Um weitere Großbrände zu verhindern, wurden enge Brandgassen wie an der Kirchstraße angelegt. Besonders charmant ist das Haus Am Markt 23. Es wurde 1994 restauriert. Weitere Gebäude sind schön restauriert worden. Im Haus 20 befindet sich derzeit ein Kunstprojekt der besonderen Art. Zu Beginn der Dämmerung dringt wieder Licht aus dem leerstehenden Haus. Passanten können die Lichtschau beeinflussen, indem sie die Klingelknöpfe am Haus bedienen. Der Berliner Künstler Tom Albrecht hat die Lichtinstallation ersonnen, die nachbildet, wie das Leben im Haus aussah, als es noch bewohnt war.

Klappbrücke über dem Storkower Kanal

Im Jahr 2000 wurde die alte Klappbrücke über dem Storkower Kanal ersetzt. Die Holzbrücke nach holländischen Vorbild kann von Freizeit-Kapitänen je nach Bedarf hochgeklappt werden, damit sie mit ihren Boot durch den Kanal fahren können.

Stadtkirche

Die evangelische Kirche geht auf einen gotischen Backsteinbau zurück, den die Zisterziensermönche im 12. Jahrhundert errichteten. Beim Brand von 1570 wurde die Kirche zerstört. Der Neubau erfolgte im Spitzbogenstil. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg erfolgte der Wiederaufbau zwischen 1948-51.

Storkower Mühle mit Dampfmaschine

Am Mühlenfließ befindet sich noch eine alte Dampfmaschine. Sie versorgte die Stadt von 1897 an 15 Jahre lang mit Strom. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Dampfmaschine zur Elektrizitätsgewinnung eingesetzt. In der Nähe der alten Mühle ist auch die alte Schmiede aus dem Jahr 1740 zu finden.

Storkow ist älter als Berlin

Bereits 1209 hatte Storkow Stadtrecht und ist damit die erste Stadt zwischen Dahme und Oder gewesen. Außerdem ist Storkow älter als Berlin. An Storkow führte die Handelsstraße vom Barnim über Lübben nach Leipzig vorbei. Bis ins 14. Jahrhundert hinein gehörte Storkow zum Besitz der Familie Strele, die weitere fünf Städte und Burgen sowie 60 Ortschaften ihr Eigen nannten. Nach der Familie Bieberstein ging der Besitz Mitte des 16. Jahrhundert an den Kurfürsten über. Der preußische König Friedrich II. siedelte 1748 Bleicher, Färber und Weber in Storkow an. Außerdem verfügte er in gleichen Jahr den Anbau von Kartoffeln. 1745/46 wurde mit dem Storkower Kanal eine Verbindung zwischen der Dahme zu den Berliner Gewässern geschaffen. Über den Kanal gelangten Holz und Baumaterial nach Berlin. Mit dem Bau der Eisenbahn nach Königs Wusterhausen 1898 erfolgte ein weiterer Aufschwung. Es entstanden Schuh- und Möbelfabriken.

Papageien-Taucher-Info

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Anfahrt

A10, A12 bis Ausfahrt Storkow, weiter über L 23

RB36 ab Königs Wusterhausen

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Jüdischer Friedhof hinter dem Storkower See an der Straße nach Reichenwalde
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Vogelbeobachtungsturm an der Groß Schauener Seenplatte

Bildquellen

  • storckow-haus-am-markt-2: papageientaucher

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