Sirmione – über den Eingang wacht eine Burg

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Sirmione liegt am Südufer des Gardasees. Schon die Römer suchten die Thermen auf, um sich dort zu entspannen. Die langgestreckte, schmale Halbinsel, die einst von militärischer Bedeutung war, ragt weit in den Gardasee hinein. Die Altstadt liegt auf einer Insel, die von der imposante Wasserburg der Scaliger geschützt wurde. Nur eine schmale Zugbrücke führte einst über den Kanal auf die Insel. Die Burg ist ein Wahrzeichen des Ortes mit etwa 8000 Einwohnern.

Eindrucksvolle Wasserburg der Scaliger

Das Kastell aus dem 13. Jahrhundert gehört zu den besterhaltenen Wehranlagen am Gardasee. Die Burgmauer umschließt auch einen Teil des Hafens. So fanden einst Schiffe dort Schutz. Im Castello Scaligero mit den typischen Schwalbenschwanzzinnen ist ein Museum mit mittelalterlichen Waffen untergebracht. Einen schönen Blick über Sirmione und den Hafen haben Besucher vom 47 Meter hohen Burgturm namens Mastino (Piazza Castello 4, Eintritt: 4 Euro, Kombikarte mit römischer Villa 12 Euro; Öffnungszeiten: Oktober bis März Di-So 9-16 Uhr, April bis September Mo-So 9-19 Uhr).

Altstadt von Sirmione

Hinter der Burg geht der Rummel mit Souvenirläden und Eisdielen los. Es gibt sogar einen Laden, der Eis für Hunde verkauft. Leider fahren auch noch Auto durch die engen Gassen der Fußgängerzone, die noch nicht einmal für Besucher genügend Platz bieten. Am kleinen Platz westlich der Burg steht die Kirche Santa Anna della Rocca. Das Gotteshaus stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist im Inneren im Stil des Barocks gehalten.

Die römische Villa

Hinter der Altstadt beginnt ein Rundweg. Er führt durch Zypressen – und Olivenhaine bis an die Spitze der Halbinsel. Dort ist es etwas ruhiger. Ein kleiner Touristenzug bringt Besucher für einen Euro pro Strecke zum Eingang der römischen Villa bzw. dem was davon übrig geblieben ist. Die Bezeichnung Grotte des Catull ist wohl irreführend, weil die Villa, deren Stützmauern noch erhalten sind, erst nach dem Tod von Gaius Valerius Catullus im 2. Jahrhundert errichtet wurden. Unstrittig ist aber, dass der Dichter, der in Verona geboren wurde, ab und zu nach Sirmione kam, um sich zu erholen. Auf dem Areal gibt es ein Museum, das die Funde der bedeutendsten archäologischen Ausgrabungsstelle Oberitaliens präsentiert (Piazzale Orti Manara 4; Telefon:+39 (0)30-9161468; Öffnungszeiten: April bis September Di-Sa 8.30-19.30 Uhr, Oktober bis März Di-Sa 8.30-17.30 Uhr, So 8.30-14 Uhr, geschlossen: 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember). Vor dem Eingang zu der römischen Villa liegt es ein kleines Café. Von kleinen Platz davor haben Besucher bei klarer Sicht einen beeindruckenden Blick über den Gardasee.

Die Villa von Maria Callas

Auf der Strecke zu den Thermen liegt die Villa, in der die Operndiva Maria Callas einst lebte. Wer das entsprechende Kleingeld hat, kann sich in der Villa ein Zimmer mieten. Das einstige Wohnhaus der Sängerin liegt hinter den Thermalbäder des Catull. In den Thermen können Gäste im warmen Wasser baden, dass vom Monte Baldo stammt. Schon die Römer leiteten das warme Wasser mittels Bleirohren in die Thermen. Das Café auf dem Anwesen ist nur für Gäste des Bades zugänglich.

Lido delle Bionde

In Sirmione gibt es sogar einen Badestrand, den Lido delle Bionde. Der große, flache Kiesstrand liegt am nordöstlichen Ende der Halbinsel. Dort gibt es während der Saison auch ein Café sowie Liegestühle und Sonnenschirme zum Ausleihen.

Die Kirche San Pietro in Mavino

Wer die Kirche San Pietro in Mavino besuchen will, muss in der Altstadt die gleichnamige Straße neben. Von der Via Caesare Arici, die zur römischen Villa führt, gibt es keinen Abzweig zur Kirche. Das Gotteshaus stammt aus dem 8. Jahrhundert und wurde von langobardischen Mönchen errichtet. Es lohnt ein Blick ins Innere der Saalkirche aus der Zeit der Frühromanik. Die Wände schmücken alte Fresken aus dem 13. Jahrhundert.

Viele Besucher in Sirmione

Sirmione ist bei Touristen sehr beliebt. Es kann daher vorkommen, das Autofahrer wieder umkehren müssen, weil sie keinen Parkplatz bekommen. Gerade an Feiertagen strömen viele Tagestouristen nach Sirmione. Am Sonntag nach Himmelfahrt musste ich beispielsweise wieder umkehren, weil partout kein Parkplatz zu bekommen war. Eine paar Tage später ging es dann. Aber es strömten unablässig Touristen in Richtung Altstadt. Selbst am späten Nachmittag gegen 17 Uhr liefen immer noch Besucher auf die Burg zu. Im Sommer, zur Hochsaison, ist es noch voller.

Papageien-Taucher Info

Tourist-Information: Viale Guglielmo Marconi 8; Telefon: +39 (0)30-3748721; Öffnungszeiten: täglich 10-18.30 Uhr;

Anfahrt
Über SP11 und E70; an der Via Guglielmo Morconi, der Hauptstraße zur Zitadelle hin, gibt es einen großen Parkplatz. Achtung: An Feiertagen wie Himmelfahrt sind die Stellplätze schnell belegt. Wer noch einen Parkplatz ergattern will, sollte früh da sein. Kosten: ab 2,20 pro Stunde, Tagesticket 16,50 Euro.
Bus
Sirmione ist gut an das öffentliche Nahverkehrsnetz angebunden. Aus allen Orten rund um den Gardasee wie Garda, Malcesine, Lazise oder Riva fahren Busse nach Sirmione. Außerdem liegt Sirmione auf halber Strecke zwischen den beiden größeren Städten Verona und Brescia. In den Sommermonaten sind zusätzlich Gardasee-Busse wie die Linien 483 und 484 auf der Strecke unterwegs.

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Bildquellen

  • sirmione-burg: papageientaucher

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