Singschwäne im Oderbruch – betörende Stimmen

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die Singschwäne im Oderbruch überwintern im Untere Odertal. Das Nationalparkzentrum Criewen bei Schwedt ist ein guter Ausgangspunkt, um sich auf die Suche nach den Vögeln aus dem Baltikum und Skandinavien zu machen. Die Singschwanwochen zu Beginn des Jahres haben in Criewen inzwischen Tradition. Das Naturparkzentrum bietet im Januar und Februar Vorträge, Shuttlefahrten und Führungen zu diesem besonderen Naturschauspiel an, denn bevor die singenden Schwäne wieder in ihre Brutgebiete fliegen, beginnen sie bereits im Winterquartier mit dem Balzen und sind dann besonders gut zu hören

Der Gesang der Schwäne ist nicht zu überhören

Vom Naturparkzentrum führt ein ausgeschilderter Weg zur Brücke über den Oderseitenarm und zum Oderdeich. Von dieser erhöhten Warte können sich Besucher auf die Suche nach den Singschwänen begeben. Die Schwimmvögel unterscheiden sich von dort auch anwesenden Höckerschwänen durch den fehlenden Höcker auf dem Schnabel. Zu hören sind die Schwäne, die einst als Tiere des Lichts verehrt wurden, auf alle Fälle.  Da die Vögel jedoch sehr scheu sind, kann es durchaus vorkommen, dass Besucher von den Tieren nichts zu sehen bekommen. Aber auch dann hat ein Winterspaziergang mit Hörspielcharakter auf dem Oderdeich seinen besonderen Reiz. Denn andere Wintergäste wie Wildgänse oder Silberreiher sind gut zu beobachten. Warm anziehen und unbedingt ein Fernglas mitnehmen.

Trubel rund um die Singschwäne

An den Wochenende ist besonders viel los in Criewen. In der ehemaligen Scheune bieten die Naturschützer nicht nur Vorträge an. Sie gehen mit Besuchern auf Wanderungen zu den Singschwänen oder bringen sie per Shuttlebus bis zum Oderdeich. In Naturschutzzentrum selbst wird auf Schautafeln die Entwicklung der Oderlandschaft von einem Fluss mit vielen Nebenarmen und eingebettet in Wald zu dem begradigten Flusslauf in einer Auenlandschaft dargestellt. In den Aquarien sind zudem einheimische Fische wie Hecht, Barsch und Rotfedern zu bewundern. Neben Kaffee und Kuchen gibt es an den Wochenenden Fischbrötchen und Wildbratwurst.

Naturpark Unteres Odertal – ein Refugium für viel Tiere

1995 wurde der Naturpark Unteres Odertal gegründet. Er umfasst eine Fläche von 10000 Hektar westlich der Oder, die gleichzeitig die Grenze zu Polen bildet. Auf der polnischer Seite grenzen große naturbelassene Flächen an den Naturpark, so dass sich dort ein Refugium für Wildtiere und vor allem Vögel befindet. In der Flussaue leben etwa 160 Brutvogelarten wie Schwarzstörche, Uhus, See-, Schrei- und Fischadler. Im Frühling und Herbst rasten Kraniche und Gänse auf ihrem Zug im Naturpark. Im Winter kommen die Singschwäne.

Papageien-Taucher-Infos/Tipps

Nationalparkhaus Criewen, Park 2, 16303 Schwedt, Telefon: +49 (0) 3332-2677244; Öffnungszeiten: April bis Oktober täglich 9-18 Uhr, November bis März 10-17 Uhr; Internet: www.nationalpark-unteres-odertal.eu/de/

Anfahrt

Auto: A11 bis Angermünde/Joachimsthal, B198 bis Bernd von Arnim Straße, der Ausschilderung zum Parkplatz folgen

Bahn: Linie RE3 ab Gesundbrunnen bis Angermünde, ab Angermünde Kloster mit dem Bus 468 bis Criewen Nationalparkzentrum

Tipp 1: Unbedingt Fernglas mitnehmen.

Tipp 2: Die Naturwacht bietet das ganze Jahr über Rangererlebnistouren, geführte Wanderungen und Fotografie-Workshops an.

Tipp 3: Grün & wild bietet von November bis Februar jeden 1. und 3. Sonntag im Monat „Singschwantouren“ im Nationalpark an, Anmeldung bei Roland Schulz unter 033338-85411, Kosten 12 Euro.

In der Nähe

  • Schloss Criewen
  • Angermünde
  • Schwedt
  • Dorfkirche Schöneberg
  • Gutsanlage Suckow
  • Schloss Hohenlandin
  • Gutshof Niederlandin
  • Dorfkirche Schönermark

Bildquellen

  • criewen-deichlandschaft: papageientaucher

Vielleicht gefällt dir auch

%d Bloggern gefällt das: