Roter Faden Hannover – Leinestadt an der Strippe

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Der Rote Faden in Hannover ist eine geniale Idee. Der rote Strich auf den Gehwegen lenkt Besucher auf kürzestem Weg zu 36 Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt. Wer dem Roten Faden folgt, benötigt für die 4,2 Kilometer lange Strecke etwa zwei Stunden. Wer mehr von der Leinestadt sehen will, kann auch noch den Blauen Faden begehen. Er führt ebenfalls zu mehr als 30 sehenswerten Objekten in der Calenberger Neustadt.

Start des Roten Fadens in Hannover ist am Hauptbahnhof

Los geht es auf dem Roten Faden am Hauptbahnhof. Die erste Station markiert das Büro der Tourist Information. Dort ist für 3 Euro auch das Begleitheft zum Roten Faden erhältlich (Öffnungszeiten: siehe unten). Es enthält eine Karte und kurze Erläuterungen zu den verschiedenen Stationen.

Oper, Holocaust-Mahnmal, Börse und Georgstraße

Das im klassizistischen Stil erbaute Opernhaus dominiert das Bankenviertel mit der Börse und die Flaniermeile Georgstraße. Das einst königliche Hoftheater entstand auf dem ehemaligen Windmühlenberg und wurde 1852 eröffnet. Auf dem Opernplatz befindet sich das Holocaust-Mahnmal. Es erinnert an die Hannoveraner, die von den Nazis als Juden rassisch verfolgt und ermordet wurden.

Aegidentor, -kirche und Siebenmännerstein

An einem Verbindungsweg zwischen Georgswall und Osterstraße ist noch ein Rest der alten Stadtmauer erhalten. Ein Stückchen weiter gelangen Reisende auf dem Roten Faden Hannovers zur Ruine der Aegidenkirche. Das große mittelalterliche Gotteshaus wurde im Zweiten Weltkrieg zerbombt. Es dient seitdem als Mahnmal für die Opfer von Krieg und Gewalt. Im restaurierten Kirchturm hängt die Friedensglocke, ein Geschenk aus Hiroshima. Das Glockenspiel ertönt täglich um 9.05, 12.05, 15.05 und 18.05 Uhr.
Am südlichen Strebepfeiler des Chors befindet sich der Siebenmänner- oder Spartanerstein. Er war ein Wahrzeichen der Stadt und erinnert an eine Legende. Danach starben sieben Männer  bei einem Überfall. Der Original-Stein befindet sich im Historischen Museum Hannover.

Neues Rathaus und Maschpark

Das üppig verzierte Neue Rathaus im Stil der Neorenaissance zählt zu den beeindruckenden Sehenswürdigkeiten der Leinestadt. Wer Zeit hat, sollte sich das Rathaus von innen ansehen und vor allem mit dem Fahrstuhl auf die Kuppel hinauffahren. Von oben haben Besucher einen schönen Blick über den Maschsee (Besichtigung und Kuppelauffahrt: März bis Oktober Mo-Fr 9.30-18.30 Uhr, Sa/So 10-18.30 Uhr, von November bis Februar nur Besichtigung täglich 11-16.30 Uhr). Im Sommer lohnt ein Abstecher durch den Maschpark zum Maschsee, dem beliebten Naherholungsziel der Hannoveraner.

Beginenturm und Altstadt

Vorbei an diversen königlichen Palästen und dem Kreuzungspunkt mit dem Blauen Faden führt der Weg zum Hohen Ufer. Der Beginenturm mit dem Zeughaus sind Teile der einstigen Stadtbefestigung. Heute hat das Historische Museum dort seinen Platz. Durch das Marstalltor erreichen Besucher die Altstadt. Zwischen Ballhof, Marktkirche und Holzmarkt haben die Stadtväter ein Viertel aus Fachwerkhäusern aus dem 16. und 17. Jahrhundert eingerichtet. Dafür wurden alte Fachwerkhäuser, die den Zweiten Weltkrieg überstanden hatten, abgebaut und in der Altstadt wiederaufgebaut. Denn in der Altstadt selbst standen nach dem Krieg nur noch zwölf mittelalterliche Bauten.

Cranach-Altar, Goldener Winkel und Altes Rathaus

Rund um die Kreuzkirche mit dem Cranach-Altar entstand nach dem Zweiten Weltkrieg eine idyllische Neubausiedlung am Goldenen Winkel. Weiter führt der Rote Faden zum Marktplatz. Die Marktkirche steht mitten im Herzen der Altstadt. Das gotische Gotteshaus aus dem 14. Jahrhundert bildet mit dem Alten Rathaus ein Ensemble und zeugt von der reichen Handelsmetropole, die damals Mitglied der Hanse war.

Durch die Fußgängerzone zum Kröpcke

Vom Alten Rathaus für der Rote Faden zu einer der ältesten Fußgängerzonen Deutschlands. Am Platz der Weltausstellung geht es hinunter zur Nicki-de-Saint-Phalle-Promenade. Neben dem Platz befindet sich Kröpcke. Kröpcke ist eine Institution in Hannover. Eigentlicher Namensgeber war der Inhaber des gleichnamigen Cafés, das auch heute noch am Kröpcke-Platz zur Einkehr einlädt. Der Platz mit dem Uhrenturm ist ein beliebter Treffpunkt für Hannoveraner.

Papageien-Taucher-Infos

Tourist Information: Ernst-August-Platz 8, Telefon: +49511-12345-11; Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa 10-15 Uhr, April bis Oktober bis 17 Uhr sowie So 10-15 Uhr;

Infocounter Neues Rathaus: Trammplatz 2: Telefon; +49511-168-45333; Öffnungszeiten: März bis Oktober Mo-Fr 9.30-18 Uhr, Sa/So 10-18 Uhr, November bis Februar Mo-Fr 11-16.30 Uhr, Sa/So 10-16.30 Uhr; Internet: hannover.de/tourismus.

Bildquellen

  • Fachwerkhaus in der Altstadt von Hannover: papageientaucher

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