Rabat auf Malta – Vorstadt auf Katakomben gebaut

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Rabat auf Malta war einst der Vorort von Medina, der Hauptstadt Maltas. Der Name bedeutet im arabischen auch Vorstadt. Die Besiedlung ist aber wesentlich älter, schon Phönizier und Römer lebten in den Gassen von Rabat. Die Mitte der Stadt ist mit zahlreichen Katakomben durchzogen. Die alten Begräbnisstätten sind inzwischen die Hauptattraktion von Rabat.

St. Paul Kathedrale mit Paulusgrotte in Rabat auf Malta

Die wichtigste und prächtigste Kirche trägt den Namen des Apostel Paulus. Das Gotteshaus wurde mehrmals saniert und umgebaut. Die heutige barocke Form stammt aus dem 17. Jahrhundert. Die dreischiffige, kreuzförmige Basilika ist im Inneren reich mit Gemälden, Altären und Statuen aus dem 18. Jahrhundert ausgeschmückt.
Eine besondere Bewandtnis hat es mit der Paulusgrotte. Dort soll der Apostel Paulus sich nach seinem Schiffbruch mit seinen Begleitern aufgehalten und die Heilige Messe zelebriert haben. Daher ist die St. Paul Church auch ein Wallfahrtsort für Katholiken. Papst Johannes Paul II. betete bei seinem Besuch von Malta 1990 in der Grotte. Die Grotte selbst besteht weitgehend aus unbehauenen Felswänden. Wer die Kirche oder Grotte besuchen will, muss erst eine Eintrittskarte im Wignacourt-Museum lösen.

Wignacourt-Museum mit Katakomben

Das Wignacourt-Museum war einst der Wohn- und Amtssitz der Kapläne des Johanniter-Ordens auf Malta. In den Räumen ist sakrale Kunst aus mehreren Jahrhunderten zu sehen, aber auch zahlreiche Kirchenmodelle.
Vom Museum aus gelangen Besucher auch in die Katakomben. Sie wurden zuletzt während des Zweiten Weltkrieges als Luftschutzbunker genutzt. Dennoch sind die uralten Begräbnisstätten gut erhalten. Eine Besonderheit der maltesischen Katakomben sind die kleinen, steinernen Tische, die vermutlich für die Begräbniszeremonie genutzt wurden (College Street, Rabat RBT 1400 Malta; Telefon: +356-27494905: Öffnungszeiten: täglich 9.30-17 Uhr; Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro: Internet: wignacourtmuseum.com.

St. Agatha´s Katakomben

Nicht ganz so pompös ist die Anlage von St. Agatha. Zur kleinen Kirche gehört ein Museum und auch dort gibt es Katakomben, die im Rahmen einer Führung besichtigt werden können (St. Agatha Street, Rabat, 2020 Malta; Telefon: +356-21454503, Öffnungszeiten; Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa 9-14 Uhr; Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro).

Prozession zu Ehren des Heiligen Josef in Rabat auf Malta

Einmal im Jahr, am 19. März, zieht eine große Prozession zu Ehren des Heiligen Josef durch die Gassen des Städtchens. In einem Zug wird die Figur des Heiligen durch festlich geschmückte Straßen getragen. Zur Prozession reisen Einheimische und Touristen aus allen Ecken Maltas an. Entsprechend voll ist es an diesem Tag in Rabat. Dieser Tag ist ein offizieller Feiertag auf Malta und einige Museen bieten am 19. März kostenlose Besichtigungen an.

Römische Villa mit wundervollen Mosaiken

Am Rande von Rabat befindet sich das Museum mit der römischen Villa. Es lohnt sich, von Mdina aus zu Fuß den Weg zur Römischen Villa zu wählen und nach deren Besichtigung nach Rabat hinüberzulaufen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden an dieser Stelle römische Mosaikfußböden freigelegt. Später wurden die wertvollen Mosaiken durch ein Haus im Stil einer römischen Villa geschützt. In dem Museum sind neben den Mosaiken auch Alltagsgegenstände wie Haarnadeln, Tongefäße, Öllampen und Schreibgeräte ausgestellt (Museum Esplande, Rabat; Telefon: +356-21454125: Öffnungszeiten: täglich 9-17 Uhr, am 24,. 25 u. 31. Dezember sowie 1. Januar geschlossen: Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4,50 Euro; Internet: heritagemalta.org/museums-sites).

Papageien-Taucher-Info/Tipp

Anfahrt: Buslinien 50-53, 56, 109, 181, 182, 188, 201, 202 und X3 bis Rabat

Es gibt für Mdina und Rabat Kombitickets von der Museumsverwaltung (Heritage Ticket: 15 Euro, ermäßigt 10 Euro)

Tipp: Wer am Prozessionstag des Heiligen Josef mit dem Hopp-on-Hopp-off-Bus unterwegs ist, hat bessere Chancen aus Rabat wegzukommen, als mit den Bussen der maltesischen Verkehrsgesellschaft.

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Bildquellen

  • St. Pauls Church in Rabat auf Malta: papageientaucher

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