Nanas – bunte Weiber in Hannover

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Drei Nanas stehen am Leineufer in Hannover. Sie heißen „Sophie“, „Charlotte“ und „Caroline“. Sie wurden 1974 am Hohen Ufer der Leine aufgestellt. Sie bilden zudem den Auftakt für eine Skulpturenmeile mit acht Kunstwerken, die bis zum Königswörter Platz reicht. Inzwischen sind die Nanas ein Wahrzeichen der Stadt an der Leine.

Wie die Nanas Hannovers Image aufpolierten

Die sehr farbenfrohen, voluminösen Frauenfiguren der Schweitzer Künstlerin Niki de Saint Phalle sorgten anfangs für heftige Diskussionen. Das war durchaus gewollt. Denn die Stadt Hannover war nicht gerade als weltoffen bekannt. Stur, dröge, engstirnig und provinziell waren die Eigenschaften, mit denen die Hannoveraner oft beschrieben wurden. Mit dem Auftrag der Stadt an die Künstlerin Niki de Saint Phalle drei Skulpturen zu schaffen, wollte Hannover auch ein bisschen sein Image aufpolieren.

Niki de Saint Phalle ist die einzige Ehrenbürgerin Hannovers

Niki de Saint Phalle (1930-2002) ist die einzige Frau, die Ehrenbürgerin von Hannover ist. Begonnen hat die ungewöhnliche Freundschaft in den 1970er-Jahren. Damals kamen die drei Nanas nach Hannover. Nana nannte die Künstlerin ihre überdimensionalen Frauen-Skulpturen. Dabei ist der Name im französischen auch ein Synonym für eine moderne, selbstbewusste, verruchte Frau. Mit ihren ungewöhnlichen Frauenskulpturen setzte Niki de Saint Phalle zudem ein Zeichen der Emanzipation.

Nikis Grotte in den Herrenhäuser Gärten

1998 nahm die Künstlerin den Auftrag an, die Grotte in den Herrenhäuser Gärten zu gestalten. Das Gebäude war einst mit Muscheln und Spiegeln ausgekleidet, die aber längst verschwunden waren. Zur EXPO 2000 sollte die Grotte mit drei Räumen ein neues Interieur erhalten. Die Schweitzer Künstlerin arbeitete bei der Ausgestaltung ebenfalls mit vielen Spiegel. Die Grotte, die mit ihren Mosaiken etwas an den Park Guell erinnert, wurde 2003 fertiggestellt – ein Jahr nach dem Tod der Künstlerin.

Sprengel-Museum besitzt viele Werke von Niki de Saint Phalle

Nach ihrer Ernennung zur Ehrenbürgerin vermachte Niki de Saint Phalle dem Sprengel-Museum 80 Skulpturen und mehr als 300 Zeichnungen und Objekte. In den vergangenen Jahren erwarb das Museum weitere Werke der Bildhauerin.

Papageien-Taucher-Info

Am Sonnabend lädt Deutschlands ältester Flohmarkt rund um die „Nanas“ zum Handeln und Feilschen ein (Sommer 8-16 Uhr, Winter 9-15 Uhr).

In der Nähe

 

 

Bildquellen

  • Drei bunte Weiber stehen am Ufer der Leine: papageientaucher

Vielleicht gefällt dir auch

%d Bloggern gefällt das: