Medici-Villa in Cerreto Guidi hütet ein grausiges Geheimnis

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Die Medici-Villa in Cerreto Guidi liegt nur etwa fünf Kilometer von Vinci entfernt. Cosimo I. de Medici ließ diese Villa als Jagdschloss 1536 erbauen. Bereits die Namensgeber, die Grafen von Guidi, hatten an dieser Stelle eine Burg errichtet. Die Villa liegt auf einer Hügelspitze und bietet einen tollen Blick auf umliegende toskanische Landschaft. Zur Zeit vom Cosimo I. bestand die Umgebung jedoch noch komplett aus Wald. Das einstige Jagdschloss gehört wie zwölf andere Medici-Villen in der Toscana seit 2013 zum UNESCO Welterbe. Seit 2002 dient das Anwesen als Jagd- und Heimatmuseum und ist noch nicht überlaufen.

Die Medici-Villa in Cerreto Guidi präsentiert eine umfangreiche Waffensammlung

Besucher betreten das Schloss durch das Foyer im ländlich, rustikalen Stil. Die Räume sind teilweise mit Fresken ausgestaltet. So zeigt ein Raum Ansichten von mehreren Medici-Villen in der Toskana. Das Dekor der Zimmer stammt weitgehend aus den vergangenen beiden Jahrhunderten. Es orientiert sich natürlich an den damals üblichen Gepflogenheiten. So gibt es ein Antikenzimmer, in der die Wandgestaltung sich an antiken Vorbildern orientiert. In einem Raum wird Porzellan präsentiert. Das Hauptaugenmerk liegt aber natürlich auf den Waffen. Wer sich für Schwerter, Hellebarden und Rüstungen interessiert, wird dort fündig.

Porträts der Medici-Familie

Im Obergeschoss der Villa sind einige Wohnräume zu besichtigen wie das Schlafzimmer des Hausherren. Sehenswert sind vor allem die Porträtbilder von Mitgliedern der Familie Medici. So gibt es Porträtgemälde von Eleonore von Toledo und von ihren Kindern.

Vom Foyer kommen Besucher auch in den Garten. Er ist nicht sehr groß und weitgehend symmetrisch angelegt. Neben den typischen Zypressen gibt es einen grünen Tunnel, der im Frühjahr mit dem blauen Blüten des Blauregens prunkt. In der Loggia sind ein paar antike Statuen und Steinmetzarbeiten ausgestellt.

Wurde Medici-Tochter Isabella in der Medici-Villa Cerreto Guidi ermordet

Eine grausige Legende rankt sich um den frühen Tod der Medici-Tochter Isabella, die 1576 mit nur 34 Jahren in der Villa Cerreto Guidi starb. Angeblich soll ihr Ehemann Paolo Orsini sie eigenhändig erwürgt haben. Mehrere Romane und Theaterstücke beschäftigen sich mit dem frühen Tod Isabellas. Bisher konnte nicht geklärt werden, ob Isabella eines unnatürlichen Todes starb. Bekannt ist jedoch, dass sie vor ihrem Tod lange kränklich war.

Nach dem Tod der letzten Medici im 18. Jahrhundert erbten die Habsburger das Anwesen. Sie verkaufen es später. Danach wechselten die Eigentümer ständig. Der letzte Besitzer, der Ingenieur Galliano Boldrini vermachte das Anwesen dem italienischen Staat mit der Auflage, das Haus nach seinem Tod (1969) öffentlich zugänglich zu machen.

Papageien-Taucher-Info/Tipp

Via Ponti Medicicei, 12, 50050 Cerreto Guidi FI; Telefon: +39-0571-55707; Öffnungszeiten: täglich 8-19 Uhr – jeden 2. und 3. Montag im Monat ist das Museum geschlossen sowie Weihnachten und Neujahr; Eintritt: frei; Internet: montalbano.toscana.it/de/historisches-jagd-und-territorial-museum-–-villa-medici-von-cerreto-guidi

Anfahrt: Über SP 31 und SP 105, Parkplätze gibt es am Rathaus an der Via Vittorio Veneto und an Via Fonda, die direkt unter dem Schloss vorbeiführt. Von Empoli fährt die Buslinie 52 bis zur Haltestelle Via Vittorio Veneto, von dort sich es noch etwa 20 Minuten Fußweg bis in den Ort Cerreto Guidi.

In der Nähe

  • Empoli
  • Vinci

Bildquellen

  • Die Medici-Villa in Cerreto Guidi: papageientaucher

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