Kremmen – neues Leben im alten Scheunenviertel

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Kremmen hat einen schönen Altstadtkern und als Besonderheit ein einzigartiges historisches Scheunenviertel. Die Ackerbürgerstadt mit 7000 Einwohnern, deren Name übersetzt soviel wie Kieselstein bedeutet, ist einen kleinen Abstecher Wert. Die Sehenswürdigkeiten von Kremmen liegen in verschiedenen Ortsteilen.

Gotische Dorfkirche mit Schuke-Ogel in Staffelde

Die alte Dorfkirche befindet sich in Straffelde. Die gotische Backsteinkirche ist im Inneren barock gehalten und besitzt eine Schuke-Orgel von 1961. In der Nähe der Kirche befinden sich auch die ältesten Häuser an der Dammstraße 14 und 16. Sie wurden nach dem großen Stadtbrand 1680 errichtet. In Staffelde befindet sich zudem das alte Gutshaus. Dort ist ein Trakeener Gestüt zuhause.

Marktplatz mit Rathaus und Fachwerkhäusern

Der Mittelpunkt von Kremmen ist der dreieckige Dorfplatz mit Rathaus und Klubhaus. Das Klubhaus wurde im Jahr 1850 errichtet. Es diente nach 1945 als Polizeikaserne, Schule und Veranstaltungsraum. Der Marktplatz wird von schönen alten Fachwerkhäusern eingerahmt. Im Klubhaus betreibt die seit 130 Jahren bestehende Traditionsbäckerei Plentz ein Café. Jeden Donnerstag wird von 8-18 Uhr Markt abgehalten.

Scheunenviertel

Etwas besonders ist das Scheunenviertel. 40 der einst 70 Scheunen sind erhalten. Es handelt sich um das größte in Deutschland noch erhaltene Scheunenviertel. In die Ställe und Lagerräume sind inzwischen Restaurants, Läden, Handwerker und Künstler eingezogen. Es gibt zudem eine Agrar- und Museumsscheune. Eine kleine Ausstellung präsentiert alte haus- und landwirtschaftliche Geräte. Das Scheunenviertel in Kremmen ist eine Errungenschaft aus dem 18. Jahrhundert. Um die Schäden bei Stadtbränden einzugrenzen verfügte der brandenburgische Kurfürst, dass Scheunen nur noch außerhalb der Stadtmauern errichtet werden dürfen.

Kremmen war einst im Besitz des Templerordens

Der Ort Kremmen gehörte anfangs dem Templerorden. Nach dessen Auflösung 1312 übernahmen die Johanniter gegen Zahlung von 1250 Mark die Besitzungen. Der Ort lag zudem am einstigen Pilgerweg von Berlin nach Wilsnack.

Papageien-Taucher-Tipp

Touristeninformation: Scheunenweg 49, 16766 Kremmen; Telefon: 033055-21161; Öffnungszeit: täglich 10-16 Uhr, Januar und Februar Sa/So. geschlossen

In der Nähe

  • Storchendorf Linum
  • Velten
  • Draisinebahn Kremmen

Bildquellen

  • Scheunenviertel in Kremmen © 2017 Marianne Rittner: papageientaucher

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