Kap der Guten Hoffnung – das schönste Ende der Welt

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Das Kap der Guten Hoffnung bereitet Besuchern gleich zwei Enttäuschungen: Es ist nicht der südlichste Punkt Afrikas sondern nur der südwestlichste. Außerdem bekommen Touristen wegen des Andrangs kaum Gelegenheit, die Hinweistafel mit den geografischen Daten ohne Beiwerk zu fotografieren. Dennoch lohnt die Fahrt zum Welterbe der UNESCO, denn sie führt von Kapstadt aus über die spektakuläre Panoramaroute am Atlantik entlang.

Cape Point

Am Cape Point ragt ein beeindruckendes Kliff etwa zwei Kilometer vom Kap der Guten Hoffnung entfernt ins Meer hinaus. Besonders gute Sicht auf die Felsnadel haben Besucher bei gutem Wetter vom Leuchtturm aus. Der Aussichtspunkt Cape Point ist touristisch gut erschlossen. Neben einem großen Parkplatz gibt es Shops, Restaurants und eine Standseilbahn. Die Flying Dutchman Funicular fährt zum Fuß des Leuchtturms hinauf (55 Rand, plus Rückfahrt 70 Rand).

Blick vom Leuchtturm auf die False Bay

Es führt natürlich auch ein normaler Weg zum Leuchtturm hinauf, von dem Wanderer ebenfalls beeindruckende Ausblicke auf das schönste Ende der Welt haben. Der alte Leuchtturm wurde 1860 erbaut. Er befindet sich 249 über dem Meeresspiegel. Bei klarer Sicht soll sich vom Turm aus sogar erkennen lassen, wo das warme Wasser des Agulhasstroms aus dem Osten auf das arktische Wasser des Benguelastroms trifft. Ebenfalls bei klarem Wetter reicht der Blick bis zur False Bay (falsche Bucht) hinüber. Die große Bucht wurde von Seefahrer fälschlicherweise als Wendepunkt für die Fahrt nach Norden angesteuert.

Kap der Guten Hoffnung

Das Kap der Guten Hoffnung ist eine Felsnadel, die ins Meer hineinragt. Oft toben rund um das Kap heftige Stürme oder der südwestlichsten Punkt Afrikas ist in Nebel getaucht. Der südlichste Punkt Afrikas liegt dagegen noch etwa 250 Kilometer entfernt am Kap Agulhas.

Naturschutzgebiet Table Mountain

Das Naturschutzgebiet Table Mountain erstreckt sich vom Tafelberg bis zur Kapspitze und umfasst mit etwa 8000 Hektar die südliche Kaphalbinsel. Besonders sehenswert ist die typische Frynbos-Landschaft. Frynbos ist die Bezeichnung für buschartige Pflanzen, die sich mit ihren feinen Blättern an die trockene Landschaft bestens angepasst haben. Neben Erika finden sich in dem Naturpark auch zahlreiche Sorten von Südafrikas Nationalblume Protea.

Wie das Kap zu seinem Namen kam

Der portugiesische Seefahrer Bartholomeu Diaz wagte sich 1488 bis über das Südkap Afrikas hinaus. Auf der Rückfahrt sichtete er diese Stelle des afrikanischen Kontinents. Diaz soll die stürmische Gegend, an der sich massenweise Felsspitzen unter Wasser befinden, Kap der Stürme getauft haben. Zehn Jahre später kam auch Vasco da Gama auf der Suche nach dem Seeweg nach Indien am Kap vorbei. Seitdem hieß der Punkt Kap der Guten Hoffnung, weil von dort an der Weg nach Asien führte. Auf dem Weg zum Kap stehen an der Küste zwei Denkmale, die nach die berühmten Seefahrer Diaz und da Gama benannt sind.

Der fliegende Holländer

In der Sage von fliegenden Holländer geht es um einen niederländischen Kapitän, der wegen eines Fluchs dazu verdammt ist, immerwährend das Kap der Guten Hoffnung zu umsegeln. In der gleichnamigen Oper von Richard Wagner findet er schließlich durch die Liebe Erlösung.

Papageien-Taucher-Info/-Tipps

Öffnungszeiten des Naturparks und Cape Point: Oktober bis März 6-18 Uhr, April bis September Sommer 7-17 Uhr, Eintritt 145 Rand, ermäßigt 75 Rand, Telefon: Besuchszentrum: +27 21 7809010; Internet: capepoint.co.za/

Achtung: Am Cape Point stromern Paviangruppen umher. Sie haben es auf Handtasche und Rucksäcke von Besuchern sowie auf Autos abgesehen. Niemals die Fenster des Autos öffnen und den Wagen immer verschließen.

In der Nähe

  • Muizenberg
  • Simmon´s Town mit Boulder Bay
  • Hout Bay
  • Camps Bay mit den Zwölf Aposteln

Bildquellen

  • Felsnadel am Cape Point: papageientaucher

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