Etosha-Nationalpark – gute Sicht auf Löwe und Co

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Der Etosha-Nationalpark ist das größte Tierschutzgebiet in Namibia. Etosha heißt so viel wie großer weißer Platz. Und die Etosha-Pfanne, die im westlichen Teil des Kalaharibeckens liegt, ist sogar aus dem All als weißer Fleck zu erkennen. Der Etosha-Nationalpark ist vor allem wegen seines reichhaltigen Tierbestandes berühmt. Dort finden Reisende den größten Tierbestand in Namibia.

Der Etosha-Nationalpark ist Brutgebiet für Flamingos

Der Etosha-Nationalpark erstreckt sich insgesamt über 22912 Quadratkilometer. Je nach Bewuchs unterscheidet man acht verschiedene Vegetationszonen. Im Mittelpunkt steht die Kalksalzpfanne. Vor zwei Millionen Jahren floss der Fluss Kunene durch das Gebiet. Durch Verlagerung des Flusslaufs kommt kein Wasser mehr in die Pfanne. Der Boden ist stark Salz- und Alkalihaltig. Nur sehr salzliebende Gräser wachsen dort. Sie dienen unter anderem den Antilopen in der Trockenzeit als Nahrung. Füllt sich die Pfanne in der Regenzeit mit Wasser, kommen die Flamingos, um dort zu brüten.

Reichhaltige Tierwelt

Bis auf Flusspferde, Krokodile und Büffel sind im Etosha-Nationalpark 114 Säugetierarten zu finden. Dazu zählen neben Elefanten, Löwen und Leoparden auch zahlreiche Antilopenarten und natürlich Giraffen. Vor allem in der Trockenzeit bekommen Besucher die Tiere gut zu sehen, wenn sie zu den Wasserstellen kommen. Die Vogelwelt ist mit 340 Arten vertreten. Besonders schön anzusehen sind die Flamingoschwärme, die in der überfluteten Pfanne brüten.

Grasfelder und Savanne

Die Pfanne ist vor allem am südlich und östlichen Rand von Grasfeldern umschlossen. Besonders groß ist das Adoni-Grasfeld nahe der Andoni-Wasserstelle und das Ekuma-Grasfeld nördlich des Inselberges Ondundozonananandana.

Die Kurzstrauchsavanne ist ebenfalls als schmaler Streifen im östlichen und südlichen Bereich anzutreffen. Die in weiten Abständen wachsen Sträucher kommen mit den salzhaltigen Böden zurecht.

Verschiedene Akazienarten bevölkern die Dornbuschsavanne, die ebenfalls als dünner Streifen rund um die Pfanne zu finden ist. Ein größeres Akazienstrauchgebiet umfasst den Nordwesten. Dort geht die Savanne in die Mopanesavanne oder in Mopanebaumfelder über.

Die Mopane ist als Busch oder Baum in diesen Gebieten landschaftsprägend. Mopanesavannen sind vor allem im südlichen Bereich des Naturschutzgebietes zu finden.

Trockenwald im Nordosten des Etosha-Nationalparks

Der Trockenwald besteht aus mehreren Baumarten wie Sandelveldakazien, Gelbholzbaum, Hirtenbaum oder Rosendornakazien. Er kommt nur im Nordosten auf den Sandveld nördlich der Fischer-Pfanne vor.

Das Gift der Tambotibäumen und die Dolomit-Inselberge

Die Tambotibäume sind äußerst giftig. Die bis zu acht Meter hohen Bäume wachsen vor allem im Bereich zwischen Okerfontain über Kalkheuvel bis zum Lindequist-Tor. Die Einheimischen nutzten das Gift der Bäume, um damit ihre Pfeilspitzen einzureiben. Es diente aber auch als Medizin gegen Durchfall, Malaria oder Husten.

An der Südgrenze und im Westen des Nationalparks gibt es einige Dolomit-Inselberge. Der typische Bewuchs besteht aus Moringabäumen und Bergdattelpalmen.

Zugänge zum Etosha-Nationalpark

Der Park hat vier Zugänge. Im Osten befindet sich das Lindequist-Tor. Über die asphaltierte Hauptstraße erreichen Besucher das Fort Namutoni. In Norden liegt das King Nehale-Tor. Über das Anderssons-Tor kommen Touristen im Süden nach Okaukuejo. Der Zugang zum westlichen Teil erfolgt über das Galton-Tor.

Sechs Camps zum Übernachten

Im Etosha-Nationalpark gibt es sechs Unterkünfte. Zwei davon, Okaukuejo und Fort Namutoni waren einst Militär- und Polizeistationen. Halali wurde 1967 für den Tourismus eingerichtet, Onkoshiwar war die erste, 1960 für Touristen neu errichtetet Herberge. Außerdem gibt es das Rastlager Dolomite. Es wurde 2010 eröffnet. Die neueste Unterkunft heißt seit 2014 Olifantsrus. Die zehn Campingplätze gruppieren sich um ein beleuchtetes Wasserloch.

Schutzgebiet zur Fleischversorgung

Weil die Fleischversorgung der Bevölkerung durch den rapiden Rückgang der Wildbestände gefährdet war, erklärte der Gouverneur von Deutsch-Südwestafrika Friedrich von Lindequist 1907 ein Gebiet von 99.526 Quadratkilometern zum Schutzgebiet. Es umfasste den Norden von Grootfontein, die Etosha-Pfanne, den größten Teil des Kaokolandes, Teile des Damaralandes sowie die Skelettküste und die Namib-Wüste im Süden. Bereits 1928 wurden Teile des Schutzgebietes wieder aufgelöst. Weitere Flächen fielen 1964 weg. Erst zu diesem Zeitpunkt wurden die Schutzgebiete zum Nationalpark. In den 1970er-Jahren erhielt der Nationalpark seine heutigen Grenzen. Er umfasst nunmehr eine Fläche von etwa 23000 Quadratmetern, das entspricht in etwa der Größe Hessens. Inzwischen gibt es Überlegungen, den Nationalpark wieder zu erweitern.

Künstliche Wasserlöcher

Der Nationalpark wurde in der 1970er-Jahren eingezäunt. Weil die Tiere so in der Trockenheit nicht mehr wegziehen konnten, um woanders Wasser und Nahrung zu finden, wurden künstliche Wasserlöcher angelegt. Ursprünglich gab es im westlichen Teil nur fünf natürliche Wasserlöcher. Im Osten waren es 29. Sie wurden um 39 künstlich geschaffene Wasserlöcher erweitert. Rund um diese Wasserlöcher ist die Beobachtung von Wildtieren besonders interessant.

Beste Reisezeit für die Etosha-Pfanne

Die beste Reisezeit liegt zwischen den Monaten Mai bis September. In diesen Monaten ist Trockenzeit und die Tiere sammeln sich rund um die Wasserstellen. Im Sommer während der Regenzeit zwischen Januar und März verwandelt sich die Etosha-Pfanne in eine grüne Wiese. In manchen Jahren sind die Regenfälle so stark, dass sich die Pfanne mit Wasser füllt. Die heißesten Monate sind Oktober, November und Dezember. Dann sinkt die Temperatur selten unter 30 Grad.

Papageien-Taucher-Info/Tipp

Namibia Wildlife Ressorts Ltd: Postfach 13267 Windhuk Namibia; Telefon Inland: 061-2657200, Ausland:+264-61-236975/6/7/8; Reservation Inland: 061-2857200, Ausland +264-81-1800016; Öffnungszeiten: von Sonnenaufgang bis -untergang (zum Erreichen der Camps benötigen Besucher von den Toren aus etwa eine halbe Stunde); Eintritt: 80 Namibia Dollar, Kinder bis zum Alter von 16 Jahren frei, pro Pkw 10 Namibia Dollar; Internet: etoshanationalpark.co.za/etosha-park-information/

 

 

Bildquellen

  • Giraffen im Etosha Nationalpark: papageientaucher

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