Castel Nuovo – Schloss in der Burg

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Castel Nuovo ist eine Burg, die strategisch wichtig, direkt am Hafen von Neapel liegt. In der mächtige Festung mit fünf Wehrtürmen lebten einst die Könige von Sizilien und später von Neapel. Rund um den Königssitz entwickelte sich jahrhundertelang Kunst und Kultur. Francesco Petrarca und Boccaccio waren Gäste im Schloss. Bis 2006 tagte das kampanische Regionalparlament im Castel Nuovo, das auch als Maschio Angioinos bezeichnet wird. Im Wahrzeichen der Stadt residiert aktuell das Museum für die Stadtgeschichte von Neapel.

Triumphtor

Das Triumphtor ist ein markantes Merkmal der Festung am Meer. Es sticht mit seiner weißen Marmorfassade stark zwischen den beiden Wehrtürmen hervor. Es erinnert an die gescheiterte Belagerung 1435 von Neapel durch Alfons V. von Aragon (1396-1458). Erst sieben Jahre später konnte er das Königreich Neapel und Sizilien vom Papst als Lehen erhalten. Alfons V. baute die Festung aus und verstärkte die Verteidigungsmauern.

Museum für Stadtgeschichte

Das Museum zeigt in der Cappela Palatina aus dem 14. Jahrhundert Malereien aus der Zeit des 14. bis zum 16. Jahrhundert. Außerdem sind dort Skulpturen aus der neapolitanischen Renaissance zu sehen. Im 1. Stock sind Gemälde und Skulpturen ausgestellt, die aus Auflösungen von Ämtern und Kirchen stammen. Der Saal der Barone ist der Hauptraum des Schlosses. Der Thronsaal war ebenfalls mit Fresken von Giotto geschmückt, die jedoch verlorenen gegangen sind. Interessant ist das Marmorportal von Domenico Gagni mit Reliefs, die Alfons V. von Aragon darstellen. Im dem Raum tagte bis 2006 der Stadtrat von Neapel. Im 4. Stock befindet sich eine Bibliothek sowie eine Aussichtsterrasse, die aber selten geöffnet ist.

Pfälzer Kapelle und Waffenkammer

Die Pfälzer Kapelle entstand 1307. Zur Hofseite ist die Kapelle mit einem Renaissance-Portikus und einem Rosettenfenster ausgestattet. Zwischen 1329 und 1331 malte Giotto die Palastkapelle mit Fresken aus. Sie wurden im Laufe der Jahrhunderte leider zerstört. Es sind nur noch Rudimente davon erhalten. Die Waffenkammer ist insofern interessant, als sie Reste der römischen Besiedlung am Golf von Neapel enthält. Unter einer Glasplatte sind Mauerstücke aus den 1.-5. Jahrhunderten zu sehen.

Im Schloss gibt es neben der Pfälzer Kapelle weitere Andachtsräume. Die Kapelle der Seelen des Fegefeuers stammt aus dem 16. Jahrhundert. Im Stil des Barock ausgestattet, ist auf dem Hauptaltar ein Gemälde der Madonna del Carmine und den Seelen im Fegefeuer zu sehen. Die Kapelle von San Francesco da Paolo stammt ebenfalls aus der Zeit des Barock und trägt den Namen eines kalabrischen Heiligen. Das Gewölbe wurde leider im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Gefängnis und die Legende vom Krokodil

Unter der Pfälzer Kapelle befinden sich zwei Räume, die als Gefängnis dienten. Aus diesen Kerkern verschwanden Gefangenen unter mysteriösen Umständen. Der Legende nach soll ein großes Krokodil in die Kerker eingedrungen und die Gefangenen verspeist haben.

Papst Celestino dankte im Castel Nuovo ab

Karl I. von Anjou gab 1279 die gotische Festung am Meer bei seinem französischen Landsmann Pierre de Chaule in Auftrag. Der König von Sizilien hatte bis dahin von Palermo aus regiert. Papst Celestino V. dankte 1294 in der Burg ab. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Festung vielfach um- und ausgebaut. Unter der Herrschaft der Spanier diente die Festung rein militärischen Zwecken. Der markante Triumphbogen am Haupttor entstand Mitte des 15. Jahrhunderts. Das Renaissance-Portal aus weißem Marmor sticht besonders hervor.

Papageien-Taucher-Info

Via Vittorio Emanuele III., 80133 Neapel; Telefon: +39 (0)81-7957703; Öffnungszeiten: Mo-Sa 9-19.00 Uhr, Eintritt: 6 Euro, mit Artecard 3 Euro, bis 18 Jahre freier Eintritt; Internet: comune.napoli.it

Hinweis: Wegen der Corona-Pandemie kann es zu Einschränkungen kommen. Eintrittskarten müssen vorab über das Internetportal SI.Ri.P.ARTE gebucht werden.

Anfahrt
Metrolinie L1 bis Municipio

Vor dem Caste Nuovo halten die Hop-on-hop-of-Busse

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Bildquellen

  • castell-nuovo-3: papageientaucher

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