Bologna – sechs Sehenswürdigkeiten von la dotta

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Bologna ist die älteste Universitätsstadt Europas. Deshalb wird die Stadt auch als la dotta, die Gelehrte, bezeichnet. Im Gegensatz zu Florenz ist Bologna mit knapp 400.000 Einwohnern nicht so überlaufen. Das hat seinen Grund. Die Anzahl der Sehenswürdigkeiten hält sich in Grenzen. die Hauptstadt der Region Emilia Romagna hat aber eine besondere Eigenart. Fast alle Häuser der Innenstadt sind mit Arkaden ausgestattet. Die überdachten Gänge bieten im Sommer Schutz vor der Sonne. Aber auch bei Regen lässt sich so fast trockenen Fußes die Stadt erkunden. Bologna ist also ideal für einen entspannten Stadtbummel.

Hohe Türme wie in Gimignano

Ähnliche wie in Gimignano standen auch in Bologna viele Geschlechtertürme. Es soll 180 davor gegeben haben. Die berühmtesten stehen in der Innenstadt. Der Torre Garisenda wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Der Torre Asinelli entstand um 1109 und hat eine Höhe von 94,5 Metern. Zu seiner Zeit war er der höchste Profanbau. Wer die 498 Treppen hinaufsteigen will, sollte über eine gute Kondition verfügen. Eintrittskarten sind nur online oder per App (www.duetorribologna.com) erhältlich (Piazza di Porta Ravegnana, 40126 Bologna; Telefon: +39041-29608401; Öffnungszeiten: täglich 9.30-17.45 Uhr, Eintritt. 5 Euro, ermäßigt 3 Euro).

Die Piazza Maggiore ist der Mittelpunkt von Bologna

Das Zentrum der Stadt bildet die Piazza Maggiore mit dem Neptunbrunnen, dem Rathaus und der Basilika San Petronio. Der Platz wird auf der östlichen Seite von Kolonnaden eingerahmt. Dort gibt es etliche Geschäfte, die Luxusartikel anbieten. Hinter dem Rathaus, dem Palazzo del Podesta, befindet sich der Palazzo di Re Enzo: dort wurde der uneheliche Sohn von Stauferkaiser Friedrich II., Heinz von Sardinien, von 1249 bis zu seinem Tod 1279 gefangenen gehalten.

Dauerbaustelle: Die Kathedrale von Bologna

Die Basilika San Petronio ist die fünftgrößte Kirche der Welt. Sie sollte die größte Kirche der Christenheit werden, jedoch ging den Bolognesern bereits Ende des 14. Jahunderts das Geld aus. Das gotische Gotteshaus wurde bis heute nie vollendet. Sehenswert ist vor allem der Innenraum mit Fresken und einer sogenannten Mittagslinie. Von der Panoramaterrasse im Kirchenturm haben Besucher eine fantastische Aussicht auf Bologna und die Emilia Romangna (Piazza Maggiore, 40124 Bologna; Öffnungszeiten: Mo-Fr 7.45-13.30 Uhr und 14.30-18 Uhr, Sa/So 7.45-18.30 Uhr, Eintritt: frei, Fotoerlaubnis 2 Euro, Aussichtsterrasse im Turm, Mo-Fr 11-13 Uhr u. 15-18 Uhr, Sa/So 10-13 Uhr, u. 14.30-18 Uhr, 3 Euro).

Basilica di Santo Stefano ist alt

Die Basilica die Santo Stefano ist die älteste Kirche in Bologna. Sie liegt am gleichnamigen Platz im historischen Zentrum der Stadt. Die Klosteranlage besitzt einen byzantinischen Rundbau und romanische Kreuzgänge. Sie wird auch als Sette Chiese bezeichnet, die sieben Kirchen, weil die Anlage aus verschiedenen sakralen Gebäuden besteht (Öffnungszeiten: Winterhalbjahr: 9.15-18 Uhr, Sommerhalbjahr bis 19.15 Uhr, Telefon: +39 (0) 51-6480611).

Palazzo dell´Archinnasio

Das Gebäude wurde 1563 als Sitz der Universität geplant. Im Zweiten Weltkrieg gab es starke Beschädigungen. Aus den Anfängen als Universitätsstandort ist der Anatomiesaal erhalten. Auch er wurde im Krieg beschädigt, später aber renoviert. Sehenswert ist auch der Lesesaal. Seit 1838 hat Stadtbibliothek im Haus an der Piazza Galvani ihr Domizil (Telefon: +39 (0) 51-276811; Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa 10-19 Uhr, So 10-14 Uhr; Eintritt: 3 Euro).

Pinacoteca Nazionale di Bologna

Das Kunstmuseum in Bologna ist im ehemaligen Jesuiten-Noviziat zu finden., Die Kunstgalerie zeigt Werke vom 13. bis 18. Jahrhundert. Darunter Gemälde von El Greco, Raffael, Tizian, Jacopo Tintoretto und Giotto di Bondone. Ein Schwerpunkt bilden Künstler aus der Region (Via Belle Arti 56, Öffnungszeiten: Di-So 8.30-19.30 Uhr; Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 3 Euro).

Der Papst hielt Bologna klein

Schon die Etrusker siedelten an der Stelle, an der heute Bologna steht. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Ansiedlung zu einem aufstrebenden Stadtstaat, der den Vergleich mit Venedig und Florenz nicht scheuen brauchte. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war es dann mit der städtischen Freiheit vorbei. Bologna fiel unter päpstliche Verwaltung und spielte seit dem politisch keine eigenständige Rolle mehr. Auch die Kunstschätze wandert in päpstliche Obhut nach Rom. Aus diesem Grund hat Bologna kunsthistorisch nicht so viel zu bieten wie Florenz. Dafür ist die mittelalterliche Stadtstruktur gut erhalten.

Bologna-Card

Für Touristen gibt es die Welcome-Card. Die einfachste Version für 48 Stunden kostet 25 Euro und beinhaltest den Eintritt zu Museen und Kunstsammlungen. Außerdem ist die kostenlose Benutzung von Bussen möglich. Dazu zählt auch der Airport-Shuttle. Die Welcome-Karte dient auch als Rabatt-Karte für 200 Geschäfte und Lokale sowie für Veranstaltungen. Die 40 Euro-Card enthält auch den Eintritt zu den beiden Türmen, der Panoramaterrasse der Basilica San Petronio, die Fahrt mit den City-Red-Bus sowie San Luca Express mit Führung (Internet: bolognawelcome.com/en/home/card/).

Bildquellen

  • bolonga-tuerme: papageientaucher

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