Blaue Grotte auf Capri – leuchtendes Blau

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Die Blaue Grotte auf Capri ist aus gutem Grund weltberühmt. Das blaue Leuchten des Wassers in der Tropfsteinhöhle ist sehr beeindruckend. Auch wenn die Kosten hoch sind, sollten Reisende sich den Trip in die faszinierende Grotte gönnen.

Wunderbares Leuchten in der Blauen Grotte

Die grotta azzurra ist eine Höhle an der Nordwestküste von Capri. Durch ein Loch im Felsen gelangen Besucher per Boot in die Höhle. Anfangs ist alles dunkel. Erst bei Blick zurück entdecken Besucher das wunderbar blau leuchtende Wasser. Es handelt sich nicht um einen Trick oder ein Wunder. Das Leuchten entsteht dadurch, dass das Tageslicht durch das Wasser in die Höhle eindringt, das Wasser also zur Lampe wird. Am Ausgang ist das blaue Wasser am hellsten. Je weiter Boote in die 52 Meter lange und 30 Meter breite Höhle eindringen, desto mehr verliert sich der Schein.

Nur Ruderboote können in die Blaue Grotte fahren

Es gibt zwei Möglichkeiten zur Blauen Grotte zu gelangen. Die meisten Capri-Besucher besteigen am Hafen von Capri eines der Zubringerboote. Dieses fährt zur Grotte an der Nordwestseite. Vor der Grotte warten kleine Runderboote auf Gäste. Wer in die Grotte hinein will, muss also in die Ruderboote umsteigen. Denn das Loch in der Felswand ist nur 1,50 Meter hoch. Gäste müssen den Kopf einziehen, und sich auf den Boden ducken, wenn es durch den schmalen Spalt in die Höhle geht. Die Zweite Möglichkeit besteht darin, mit dem Bus von Anacapri bis zur Grotte zu fahren. Eine steile Treppe führt von der Bushaltestelle den Felsen hinunter bis zu einer Plattform. Dort müssen Besucher dann in die Ruderboote steigen. In der Hauptsaison kann es zu längeren Wartezeiten kommen, wenn viele Schiffe vor der Grotte vor Anker gehen.
An Tagen mit hohem Wellengang wird die Grotte gesperrt, weil es dann zu gefährlich ist, den Eingang zu benutzen.

Altes Heiligtum ist Touristenattraktion

Die Blaue Grotte war in der Antike ein Heiligtum. Einer Legende nach soll Kaiser Tiberius, der mehrere Villen auf der Insel besaß, dort seine Frauen eingesperrt haben. Danach geriet die Grotte in Vergessenheit. Erst der deutsche Maler und Dichter August Kopisch, der Erfinder der Heinzelmännchen,  entdeckte die Grotte 1826 erneut. Mit seiner Beschreibung löste er einen Touristenboom aus, der bis heute anhält. Zu Kopischs Zeiten konnten Besucher in die Grotte schwimmen. Das ist heute verboten. Wer wie Heidi Klum dabei erwischt wird, muss mit einem drastischen Bußgeld im vierstelligen Bereich rechnen.

Papageien-Taucher-Info

Die Fahrt mit dem Zubringerschiff von Marina Grande kostet 15-18 Euro. Karten sind direkt am Hafen in einem Kiosk erhältlich. Die Fahrt mit dem Ruderboot kostet 12 Euro, der Eintritt für die Grotte 4 Euro pro Person. Es ist ratsam, das Geld fürs Ruderboot und den Eintritt passend bereit zu halten. Von November bis Ostern ist die Grotte geschlossen.

Tipp: Einen Besuch der Grotte nicht am Wochenende planen, denn dann sind auch die Neapolitaner unterwegs und es ist entsprechend voll. Wer kann, sollte wegen des großen Andrangs die Ferienmonate von Juni bis August meiden. Außerdem ist ein sonniger Tag Voraussetzung, denn dann strömt das Licht besser in die Grotte. Bei Regen oder an trüben Tagen lohnt sich der Besuch nicht. Vormittags sind bei gutem Wetter die Lichtverhältnisse etwas besser.

Alternative: Wem der Rummel rund um die Blaue Grotte zu viel ist, kann im Süden die Grüne Grotte aufsuchen.

Bildquellen

  • blaue-grotte: papageientaucher

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