Beelitz – viel Spargel und ein blutiges Geheimnis

Diese Diashow benötigt JavaScript.

die Kleinstadt

Beelitz liegt im Mittelpunkt des größten Spargelanbaugebietes in Brandenburg. Die Stadt mit etwa 12000 Einwohner nennt sich daher auch Spargelstadt und im Frühjahr dreht dort alles um das Edelgemüse. Aber die Kleinstadt hat auch einen historischen Kern mit alten Häusern, Wunderblutkapelle und einer alten Stadtmauer. Touristen können die Stadt komplett entlang der Mauer umrunden.

Die Altstadt ist komplett von einer Stadtmauer umgeben

Mittelpunkt der Beelitzer Altstadt ist der Kirchplatz mit der Wunderblutkapelle und dem Rathaus. Das rote Gebäude an der Berliner Straße 202 war bereits viermal Polizeiwache in der TV-Serie „Polizeiruf 110“ mit den beliebten Darsteller Horst Krause. An der Straße steht der alte preußische Meilenstein.

Heimatmuseum in der Alten Posthalterei

Das klassizistisch-barocke Haus der Poststation stammt aus dem Jahr 1789. Damals reisten Passagiere per Postkutsche durch die Lande. Gleichzeitig wurden mit den Postkutschen Briefe und Güter transportiert. Im Museum erhalten Besucher einen Eindruck von den Strapazen des Reisen und des Brieftransports in der damaligen Zeit (Poststraße 16, 14547 Beelitz; Öffnungszeiten: Di /Do 10-18 Uhr, Fr-So 11-16 Uhr; Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 2 Euro, Karten gibt es in der Tourist-Information, Poststraße 15, Telefon: +49(0)33204-39155; Internet: beelitz.de

Stadtpfarrkirche St. Marien und St. Nicolai

Urkundlich erwähnt wurde die Kirche erstmals 1247. Das Fundament der romanischen Pfeilerbasilika besteht aus behauenen Findlingen. Im Mittelalter stand die Wunderblutkapelle noch neben der Kirche. Sie kann heute von der Kirche aus betreten werden. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde das Gotteshaus zu einer dreischiffigen Hallenkirche umgebaut. In den kommenden Jahrhunderten brannte die Kirche bei Stadtbränden mehrmals aus. Sehenswert ist zudem die Petruskanzel, ein Geschenk von König Friedrich I. aus dem Jahr 1703.

Die Wunderblutlegende

Wie bei vielen Legenden ist heute nicht mehr nachweisbar, welchen Ursprung die Wunderblutgeschichte tatsächlich hatte. Eine Variante erzählt, dass bei der Fronleichnamsprozession im Mai 1255 Blut aus einem Leinentuch austrat. Andere Bericht sprechen dagegen von einen Hostienfrevel. Wie auch immer, die Wundergeschichte führte dazu, dass Beelitz plötzlich zu einem Pilgerort wurde und wirtschaftlich davon profitierte.

Beelitzer Spargelmuseum

Der Ackerbürger Carl Friedrich Hermann baute den Spargel erstmals 1861 großflächig an. Das Edelgemüse fand schnell Liebhaber. Inzwischen ist es Tradition im Mai oder Juni nach Beelitz zu fahren und dort frischen Spargel zu genießen. Das Spargelmuseum, etwa eine Minute Fußweg vom Heimatmuseum entfernt, präsentiert Interessantes rund um den Spargel (Mauerstraße 12, 14547 Beelitz; Telefon: +49(0)151-11640934; Öffnungszeiten: Mai und Juni täglich außer montags von 11 bis 16 Uhr, Juli und August Di/Do 13-16 Uhr, Mi/Fr 13-15 Uhr, sonst auf Anfrage; Eintritt: 2,50 Euro).

Papageien-Taucher-Info

Anfahrt:
A 9, A 113, A 115/E 51 bis Abfahrt Michendorf, B 2 bis Beelitz
B 96 und A 100, B 101
Bahnlinie: RB, RB 1, RB 21, RB 33

In der Nähe

  • Wasserturm an der Zauche
  • Beelitz-Heilstätten
  • Elektrizitätswerk
  • Baumkronenpfad
  • Naturpark Nuthe-Nieplitz
  • Nieplitzturm
  • älteste Dorfkirche Brandenburgs in Kanin

Bildquellen

  • Das Rathaus in Beelitz: papageientaucher

Vielleicht gefällt dir auch

%d Bloggern gefällt das: