Magdeburger Dom

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Der Magdeburger Dom, das Wahrzeichen der sächsischen Hauptstadt, ist die früheste Kathedrale der Gotik in Deutschland. Neben Kreuzgewölbe und gotischem Chor sind einigen Skulpturen sehenswert. Die einstige Grabkirche des ersten deutschen Kaisers namens Otto wurde mehrfach zerstört. Heute präsentiert sich der evangelische Bischofssitz „St. Mauritius und Katharina“ gewaltig aber schlicht.

Vorbild für den Magdeburger Dom war die Kirche Notre Dame in Paris

Bereits 937 gab der erste deutsche Kaiser Otto I. (918-973) den Bau einer Kirche an dieser Stelle in Auftrag. In diesem Gotteshaus wurde der Kaiser auch begraben. 1207 zerstörte eine Feuer Magdeburg. Zwei Jahre später wagte sich Erzbischof Albrecht an den Neubau des Doms. Da der Erzbischof Albrecht in Frankreich studiert hatte, nehmen Experten, er habe die Pariser Kirche Notre Dame als Vorbild für dem Magdeburger Dom gewählt. Auf dem Fundamenten der alten, romanischen Kirche entstand der Neubau. Er wurde 1363 geweiht, aber erst 1520 fertiggestellt.

Die törichten Jungfrauen am Magdeburger Dom

Die Kanzel aus Alabaster zählt zu den wertvollsten Renaissance-Werken Deutschlands. Sie stammt von dem Bildhauer Christoph Kapup. Zu den bedeutenden Skulpturen am Dom zählen auch die klugen und die törichten Jungfrauen. Die zehn Skulpturen stammen aus der Mitte des 13. Jahrhunderts und schmückten einst die Paradiespforte. Heute sind sie am Nordtores angebracht. Vom selben Künstler stammen vermutlich auch die beiden Skulpturen St. Katharina und St. Moritz. Beim Heiligen handelt es sich um die älteste bekannteste Darstellung eines Schwarzafrikaners. Die beiden prächtig gekleideten Figuren in der sechzehneckigen Kapelle werden als das Herrscherpaar gedeutet. Die um 1250 entstandenen Figuren könnten Kaiser Otto I. und seine Frau Editha darstellen.

Hungerfelsen signalisiert schlechte Ernte

Der Dom steht relativ nahe am Elbufer. Der 104 Meter hohe Nordturm passte noch auf den Domfelsen, der 99,25 Meter hohe Südturm nicht. Deshalb hängen die schweren Glocken im Nordturm. Bei sehr warmen Wetter führt die Elbe weniger Wasser, wenn dann der Felsen des Domes sichtbar wurde, sprachen die Magdeburger einst auch vom Hungerfelsen. Denn in solchen Dürrejahren fiel die Ernte oft mager aus. Der Nordturm kann im Rahmen einer Führung bestiegen werden. 433 Stufen führen auf die Plattform hinauf.

Papageien-Taucher-Info/Tipps

Am Dom 1, 39104 Magdeburg; Telefon: 0391-5410436; Öffnungszeiten: Mai bis September täglich 10-18 Uhr, Oktober und April bis 17 Uhr, November bis März bis 16 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ist der Dom erst ab 11.30 Uhr geöffnet; Internet: magdeburgerdom.de

Tipp1: täglich beginnt um 14.30 Uhr eine Gruppen-Führung durch den Dom.Die Führung dauert etwa eine Stunde und kostet 3,50 Euro.Treffpunkt ist am Info-Tresen hinter dem Haupteingang des Doms.

Tipp 2: Turmführungen im Sommerhalbjahr freitags um 17 Uhr, sonnabends um 15 Uhr und sonntags um 12 Uhr. Karten gibt es für 5 Euro am Verkaufstisch im Dom.

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Bildquellen

  • Magdeburger Dom: papageientaucher

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