Fähre 23 – unterwegs mit dem Fähr Bär

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Die Fähre 23 namens „Fähr-Bär“ verbindet im Sommer die südliche Seite vom Müggelsee mit der nordöstlichen. Dabei fährt das Solarschiff von Müggelhort nach Neu-Helgoland und von dort zur Kruggasse in Rahnsdorf. Der zweite Teil der Tour verläuft durch die Bänke nach Müggelwerder. Die komplette Runde dauert eine Stunde und ersetzt eine Dampferfahrt. Auf dieser Tour bekommen Fahrgäste zudem einen Eindruck von den idyllischen Kanälen rund um Klein-Venedig.

Fähre 23 legt vor Neu-Helgoland an

Neu Helgoland ist der Name des traditionsreichen Hotels mit Ausflugsgaststätte. Schon vor 100 Jahren kamen die Berliner dorthin, um ein Pause einzulegen. Unter alten Bäumen können Gäste dort entweder dem Graureiher beim Fischen zu sehen oder den Flössen, Paddlern und Rudern hinterherschauen. Von dieser Anlegestelle fährt die Fähre weiter auf der Müggelspree. Dabei bekommen Fahrgäste schon einen kleinen Eindruck von der Landschaft, die wie Klein-Venedig von Kanälen durchzogen ist. Vorbei am Kleinen Müggelsee und dem Rahnsdorfer Hafen fährt das Boot bis zur Kruggasse.

Kruggasse in Rahnsdorf

Vom Anleger der Fähre an der Kruggasse gelangen Fahrgäste ins alte Fischerdorf Rahnsdorf. Auf dem Anger steht die Kirche. Sie wurde nach dem Brandt 1888 nach Plänen des Baurats Paul Spieker und des Kreisbauinspektors Friedrich Wilhelm Koppen errichtet. Interessant sind zwei Gedenksteine hinter der Apsis des Gotteshauses. Sie erinnern an zwei Fischer: Fischermeister August Herrmann hat zahlreiche Menschen vor dem Ertrinken bewahrt. Auch Karl Luppe retteten mehrmals Menschen das Leben. Rund um die Kirche stehen die alten Bauern- und Fischerhäuser. Tipp: Wer will kann an der Kruggasse aussteigen und sich das alte Fischerdorf ansehen und dann mit dem Schiff, dass eine Stunde später wieder anlegt, weiterfahren.

Frischer Fisch aus dem Müggelsee

Aus dem 16. Jahrhundert stammt das Haus der Fischerei am Müggelsee. Gleich neben dem Fähranleger steht das Gebäude vom Fischer Thamm, dem einziger Fischer am Müggelsee. Im seinem Laden gibt es am Wochenende frischen Fisch zu kaufen (Dorfstraße 13, 12589 Berlin; Öffnungszeiten: Mai bis September Sa/So 10-18 Uhr).

Ruderfähre 24 trifft Fähre 23

Am Wochenende verkehrt die einzige Ruderfähre in Berlin. Bei Bedarf rudert der Fährmann Gäste ans andere Ufer zu den Wochenendhäusern auf den Spreewiesen.

Auf dem zweiten Route durchquert die Fähre den See „Die Bänke“, eine Bucht des Müggelsees. Im östlichen Uferbereich nisten im Sommer zahlreiche Möwen, Haubentaucher und Blesshühner. Um die Insel Müggelwerder macht die Fähre einen Bogen, ehe sie am Müggelwerderweg anlegt. Dort treffen sich auf einem Bootsschuppen die Graureiher.

Papageien-Taucher-Infos

Die Fähre 23 verkehrt außer montags Di-Fr von 10-19 Uhr im Stundentakt, Sa/So 10-20 Uhr. Die Linie F 23 ist vom 1. Samstag im April bis zum letzten Sonntag im Oktober (oder dem letzten Tag der Herbstferien) im Einsatz. Von der Kruggasse startet die Fähre jeweils um 25 Minuten nach der vollen Stunde, in Müggelhort 10 Minuten nach der vollen Stunde. Kosten: BVG-Tarif 2,90 Euro, ermäßigt 1,80 Euro. Für eine einzelne Fährstrecke, beispielsweise von Neu Helgoland zur Kruggasse, gilt der Kurzstreckentarif vom 1,90 Euro, ermäßigt 1,40 Euro.

Hinweis: Auf der Fähre und an den Anlegestellen gibt es keine Fahrkarten zu kaufen. Wer die Fähre nutzen will, muss die Fahrkarten vorab besorgen. Wer mit der BVG anreist, kann mit den selben Ticket auch die Fähre nutzen.

Anfahrt
Bus 161 oder Tram 61 bis Endstation Rahnsdorf/Waldschänke, von dort sich es etwa 800 Meter bis zum Fähranleger Müggelwerderweg

Buslinie 169 bis Haltestelle Ludwigshöheweg und dann über die Straße zum Müggelhort zum Anleger – etwa eine Stunde zu Fuß durch den Wald

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Bildquellen

  • faehre 23: papageientaucher

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