Fachwerkmuseum Quedlinburg

Das Fachwerkmuseum Quedlinburg befindet sich in einem der ältesten Häuser der Kleinstadt. Das Gebäude ist schon vom Äußeren her auffallend. Der sogenannte Ständerbau ruht auf senkrechten Balken, sogenannten Ständern. Gebaut wurde das Haus mit zwei Geschossen etwa um 1346/47. Im Mittelalter löste die Ständerbauweise die bisher genutzte Pfostenbauweise ab. Das lässt sich im Fachwerkmuseum erkunden. Inzwischen gehört das Gebäude zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Das Ständerhaus in Quedlinburg war bis 1968 bewohnt

Beim Ständerbauwerk reichen die tragenden Pfosten vom Fußboden im Erdgeschoss bis zur Decke im zweiten Stock. Die waagerechten Balken fungieren als Anker. Sie verbinden die Ständer und schaffen so Stabilität. Auf die Ankerbalken wurden die Decken aufgesetzt. Die Ständer ruhen in einen Sockel aus Bruchsteinen. Durch diese Neuerung beim Bau von Fachwerkhäusern hat sich die Haltbarkeit des Holzes extrem verlängert. Das Fachwerk besteht aus Holzstäben und Weidenruten, die mit Strohlehm verfüllt wurden. Darauf wurde zum Schluss Kalkputz aufgebracht. Das Haus mit einer Grundfläche von nur 48 Quadratmetern war bis 1968 noch bewohnt.

Im Fachwerkmuseum sind kunstvolle Ornamente zu besichtigen

Seit 1976 befindet sich ein Museum in dem Ständerhaus. In der Ausstellung wird über die Kunst des Fachwerkbaus vom 14. bis zum 20. Jahrhundert informiert. Dabei können Besucher auch kunstvolle Ornamente besichtigen. Sie stammen zum Teil von dem 1901 abgerissenen Bäckergildehaus.

Papageien-Taucher-Info

Wordgasse 3, 06484 Quedlinburg; Telefon: 03946-3828; Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 2 Euro; Öffnungszeiten: April bis Oktober Mi-Mo 10-17 Uhr, November bis März geschlossen, außer an 1., 2. und 3. Adventswochenende Sa/So 10-16 Uhr; Internet: quedlinburg.de/de/museen/fachwerkmuseum-im-staenderbau.html

Parkplatz: Carl-Ritter-Straße

Tipp: Am 19. Mai 2019 ist Internationaler Museumstag. Das Fachwerkmuseum öffnet dann von 10-18 Uhr. Es gibt außerdem um 11 und 13 Uhr kostenlose Führungen.

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Bildquellen

  • fachwerkmuseum3: papageientaucher

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