Casa Vicens – Antoni Gaudís Erstlingswerk

 

Die Casa Vicens ist die neue Attraktion in Barcelona. Es ist das erste Haus, dass der Meister des katalanischen Jugendstils Antoni Gaudí (1852-1926) realisiert hat. Seit 2005 zählt es zum Welterbe der UNESCO. Am 16. Oktober 2017 öffnete das ehemalige Privathaus seine Pforten für Besucher.

Antoni Gaudís erstes Bauwerk

Das erste Bauwerk des Architekten Gaudí entstand zwischen 1883 und 1885 im heutigen Stadtteil Grácia, damals ein Vorort von Barcelona. Der wohlhabende Börsenmakler Manuel Vicens i Montaner beauftragte den damals jungen Architekten mit dem Bau einer Sommerresidenz für seine Familie. Das Haus ist ein Mix aus maurischen, orientalischen und englischen Stilelementen.

Bank aus Andorra kauft Casa Vicens

2014 erwarb die Morabank aus Andorra die Casa Vicens. Von 1899 bis 2005 war es das Wohnhaus der Familie Jover. Sie hatte es 1899 erworben. 1925 beauftragte die Familie den Architekten Joan Baptista Serra de Martínez mit einer Erweiterung des Hauses. Martínez, ein Freund Gaudís, konzipierte einen Anbau, der die Wohnfläche in etwa verdoppelte. Dabei nutzte er die damals hinzugekaufte Fläche hinter dem Haus. Ursprünglich grenzte das Gebäude an die Mauer eines Klosters. In diesem Anbau befindet sich die Ausstellung über die Villa.

Katalanisches Gewölbe im Untergeschoss

In aufwändiger Kleinarbeit wurde das Haus in den vergangenen Jahren restauriert und saniert. Besucher können nunmehr die Räume auf vier Etagen besichtigen.

Der Keller des Hauses diente ursprünglich als Lagerraum. Durch die Rekonstruktion wurde das katalanische Gewölbe freigelegt.

Speisesaal und Raucherzimmer

Im Erdgeschoss befindet sich der beeindruckende Speisesaal. Der Raum ist mit Vogelmotiven ausgeschmückt. Im Speisesaal befinden sich Original-Möbel sowie die Bildersammlung des erstens Besitzers, des Maklers Manuel Vicens Serra i Montaner. Auch das beeindruckende Raucherzimmer befindet sich im Erdgeschoss. Besonders kunstvoll ist die Stuckdecke, die an arabische Stalaktitengewölbe wie in der Alhambra erinnert.

Schlafzimmer und Bad im maurischen Stil

Im ersten Stock befinden sich die Schlafräume sowie das Badezimmer. Die Böden bestehen durchgehend aus Terrazzo. Die Wände sind im maurischen Stil gehalten.
Unter dem Dach, im zweiten Stock, wurden sämtlich Umbauten der vergangenen Jahrzehnte herausgenommen. So kommt der ursprüngliche Zustand mit seinem Spiel von Licht und Schatten wieder zur Geltung.

Palmen im Garten der Casa Vicens

Ursprünglich reichte der Garten der Casa Vicens bis zur Avinguda del Princeps d´ Asturies. Dort stand ein großer Brunnen. 1946 wurde ein Teil des Gartens verkauft. Der Brunnen verschwand, als auf den Grundstück Wohnungen gebaut wurden. Das schmiedeeiserne Gartentor kam zum Park Güell. Da Gaudí sehr viel Wert auf die Gestaltung des Gartens gelegt hatte, versuchten die Restauratoren auch den übrig gebliebenen Garten mit Pflanzen zu gestalten, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts üblich waren.

Papageien-Taucher-Info

Carrer de les Carolines 20-26, 08012 Barcelona; Telefon: +34 93 547 59 80; Öffnungszeiten: täglich 10-20 Uhr, geschlossen am 25. Dezember sowie 1. und 6. Januar; Eintritt: 16 Euro, ermäßigt 14 Euro
Anfahrt: Metrolinie 3 bis Haltestelle Fontana oder Lesseps, L 7 bis PL. Molina, FGC: Linien 5, 6 und 7 sowie S 1, 2, 5, 55, bis Gracía, Buslinien 22, 27, 32, 87, 114, N4, V17,

In der Nähe

  • Park Güell
  • Tibidabo
  • La Casa Pádua (Carra de Pádua 75)
  • Casa Tosquela (Carrera de Vallirana 93)
  • La Casa Ramos (Placa de Lessep 30)

Bildquellen

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