Art Week 2018 – vom Flughafen bis in den Keller

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Die Art Week 2018 ist eine Kunstmesse, die wie jedes Jahr im Herbst vier Tage lang viele Orte der Spreemetropole in eine Galerie  verwandelt. Diesmal präsentiert die Messe Kunst aus aller Welt in den Hangars am Flughafen Tempelhof. Darüber hinaus bieten etablierte Einrichtungen wie Akademie der Künste, Hamburger Bahnhof, C/O Berlin oder das HAU Hebbel am Ufer weitere Präsentationen. Interessant sind auch die privaten Sammlungen und Galerien, die während der Art Week ihre Pforten öffnen. Einige Ausstellungen sind über die Art Week hinaus zu sehen, Tipps dazu gibt es weiter unten.

Kunstmesse Art Week 2018 im Flughafen Tempelhof

Die Kunstmesse Art Week bespielt dieses Jahr den Flughafen Tempelhof. In den beiden Hangars 5 und 6 stellen 120 Galerien aus 21 Ländern zeitgenössische Kunst aus. Es gibt drei Schwerpunkte. Zum ersten die Show der Galerien, die ihre Lieblingskunstwerke präsentieren. Ein zweiter Bereich widmet sich speziell einzelnen Künstlern und stellt diese umfassend vor. Im Salon kommen Künstler mehrere Galerien zusammen. Außerdem gibt es Talks, Konzerte und Filme (Tempelhofer Damm 45, 12101 Berlin; Eingang Paradestraße; Öffnungszeiten: 28.-29. September 11-19 Uhr, 30. September 11-18 Uhr, Eintritt: 18 Euro, ermäßigt 12 Euro).

Kunst im Untergrund – Galeriebesuch im Vorbeifahren

Auf der U-Bahnlinie 5 ist immer wieder Kunst zu sehen. Der Künstler Sven Johne verwandelt den U-Bahnhof Alexanderplatz zur Kunstmesse in eine Kunstgalerien. Der Alexanderplatz war fünf Jahrzehnte ein Ausstellungsort für Kunstwerke. Nun wird diese Tradition wiederbelebt. Johnes Thema ist der Bau der Siedlung Hellersdorf. Mit dabei ist auch die Künstlerin Mio Okido. Ihre Fotografien kreisen um das Thema Wohnungslos (28. September bis 4. Oktober am U-Bahnhof Alexanderplatz).

Kunst im Keller der Akademie

In der Akademie der Künste am Pariser Platz ist DDR-Kunstgeschichte der besonderen Art sehen. Über eine schmale Kellertreppe gelangen Besucher in den Heizungskeller. Der ist mit Gemälden geschmückt, die in den Jahren 1957 und 1958 entstanden, als der Keller des ausgebombten Palais Arnim zur Faschingslokation umfunktioniert wurde (Pariser Platz 4, 29. und 30. September 10-20 Uhr, Führungen stündlich von 10-19 Uhr).

Ausstellungen, die über die Art Week hinaus gehen

Die Fotogalerie C/O Berlin zeigt vom 29. September bis zum 2. Dezember die Show „Back to the Future. The 19th Century in the 21th Century.“ Es geht bei der Ausstellung um Parallelen zwischen den verschiedenen Jahrhunderten (Hardenbergstraße 22-24; Telefon: +49.30.284.44 16-62; Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 6 Euro; Öffnungszeiten: 10-20 Uhr).

Gefährliche Spiele und Absurde Routinen

Das Haus der Kulturen der Welt geht unter dem Motto „The Most Dangerous Game“ dem Verhältnis der Situationistischen Internationale zur 1968er-Revolte nach. Die italienischen Künstler dieser Kunstgruppe kritisierten die Lebensverhältnisse der 1950er-Jahre (John-Forster-Dulles-Allee 10, Telefon: +49-809 30 397 870; Öffnungszeiten: 27. September bis 10. Dezember täglich 10-19 Uhr).

Im Kindl, dem Zentrum für zeitgenössische Kunst eröffnet im Rahmen der Art Week am 29. September die Ausstellung „Absurde Routinen“. Verschiedene Künstler konfrontieren bis zum 3. Februar die Betrachter mit ungewöhnlichen Bildern und Perspektiven (Am Sudhaus 3, 12053 Berlin; Telefon: +4980930 832 159 120; Öffnungszeiten: Mi-So 12-18 Uhr; Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, jeden ersten Sonntag im Monat freier Eintritt).

Palaispopulaire und der Ritter der Kokosnuss

Als Auftakt zur Art Week eröffnet die Deutsche Bank eine neue Ausstellung im Kulturzentrum Unter den Linden. „The World of Paper“ zeigt 300 Werke von 133 Künstlern aus 34 Ländern. Die Ausstellung ist vom 27. September bis zum 7. Januar im Palaispopulaire zu sehen (Unter den Linden 5; Eintritt 9 Euro, montags freier Eintritt; Öffnungszeiten: Mi-Mo 10-19 Uhr, Do 10-21 Uhr).

Bei Julian Charrière dreht sich nur beim ersten Betrachten alles um Kokosnüsse. Dem Schweizer Künstler geht es in erster Linie um Atomwaffenversuche auf dem Bikini-Atoll. Charriére war im Bikini-Atoll und hat dort scheinbar traumhafte Fotos von Palmen und Stränden mitgebracht – aber auch atomverstrahlte Kokosnüsse. In der Berlinischen Galerie können sich Besucher vom 27. September bis zum 8. April die traumhafte Kulisse der tödlichen Strahlung ansehen (Alte Jacobstraße 124-128, 10969 Berlin; Telefon: +49(0)30 789 02-600; Öffnungszeiten: Mi-Mo 10-18 Uhr; Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 5 Euro).

Private Sammler öffnen ihre Ausstellungsräume

Während der Art Week öffnen etliche privaten Sammler ihre Kunsträume. Sie bieten Kunstfans so eine Möglichkeit, sich  Kunstwerke anzusehen, die ansonsten schwer zugänglich sind. Die EAM Collection, Sybelstraße 62, hat am 29. und 30 September von 12-16 Uhr geöffnet.

Die Kienzle Art Foundation zeigt Werke aus ihrer Sammlung sowie die Show „A Pound of Sound ist Round mit Werken von Michael Ballou (Bleibtreustraße 54, 10623 Berlin; 26. bis 30. September, täglich 12-18 Uhr).

In den Kunstsäle Berlin ist die Ausstellung „Abenteuer Freundschaft“ zu sehen (Bülowstraße 90, 10783 Berlin; Telefon: +49(0)3081801868; Öffnungszeiten: 26. bis 30. September 11-18 Uhr).

Museum Frieder Burda zeigt im Salon Berlin die Videoarbeiten: „Candice Breitz: Sex Works“ (Auguststraße 11-13, 10117 Berlin, Telefon +49(0)30 240 47 404; Öffnungszeiten: 26. September 12-22 Uhr, 27-30. September 12-20 Uhr).

„Ich bin ein Riss, ich will durch Wände gehen“ und die Sammlungen Peters-Messer sowie Miettinen Collection sind während der Art Week im Salon Dahlmann zu sehen (Marburger Straße 3, 10789 Berlin; Öffnungszeiten: 26. September 18-21 Uhr, 27. bis 30. September 12-18 Uhr).

Die _Sammlung Boros kann während der Art Week am 29. September von 10-18.30 Uhr und am 30. September von 15-19 Uhr ohne Anmeldung besucht werden (Reinhardtstraße 20, 10117).

Die Sammlung von Ivo Wessel umfasst Malerei, Fotografie, Konzeptkunst, Medien- und Videokunst. Die aktuelle Show zeigt „Julian Rosefeld. Zwei frühe 4-Kanal-Videoarbeiten.“ (Lehrter Straße 57, Haus 2. Etage 2, 10557 Berlin; Öffnungszeiten 29. und 30. September 14-18 Uhr; Anmeldung unter email@ivo-wessel.de)

SOER Rusche Sammlung Oelde/Berlin – Sammler Thomas Rusche kombiniert gerne alte und neue Kunstwerke (Schlüterstraße, 10629, Öffnungszeiten zur Art Week 26. September 17 Uhr, 27. September 16 Uhr, 28. u. 29. September 14 Uhr, Besichtigungen nur mit Anmeldung unter Email: m.kuehn@kleidungskultur-soer.de

Die Feuerle Collection präsentiert zeitgenössische Kunst und kaiserlich-chinesische Möbel sowie Kunst aus Südostasien (Hallesches Ufer 70, 10969 Berlin, Sonderöffnung von 28.-30. September., Besuch nur per Anmeldung im Internet: www.thefeuerlecollection.or).

Im Showroom der Wurlitzer Pied-À-Terre Collection ist vom 27. bis 29. September die Schau „Aufbruch“ vom Meisterschüler von Gregor Hildebrandt zu sehen. (Mohrenstraße 61, 10117; Öffnungszeiten: 15-18 Uhr).

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