Wilhelm Hallen – zeitgenössische Kunst in Reinickendorf

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In den Wilhelm Hallen fließt kein Stahl mehr in Formen. Die ehemalige Eisengießerei Winkelhoff lockt stattdessen im Rahmen der Art Week 2021 mit Gemälden, Skulpturen und Videos internationale Gäste nach Reinickendorf. Bis zum 19. September präsentieren dort acht Galerien die sehenswerte Schau “Hallen #2 – YES TO ALL!” Präsentiert werden auch die Arbeiten des Wettbewerbs “TOY Berlin Masters Award”.

Feuer als Kunstinstallation in den Wilhelm Hallen

In der Halle C gibt es großformatige Kunst zu sehen. Die ehemaligen Fabrikationshallen haben ihren ganz eigenen Charakter. Die Halle mit ihren vielen Eisenständern wirkt fast wie eine berühmte Moschee in Spanien. Darin die überdimensionalen, aufblasbaren Skulpturen der Schweizer Künstlerin Sylvie Feury. Die “Inflatables” zeigen Katze und Frau beim Zähne putzen und erinnert an Hüpfburgen für Erwachsene. “Feuer mit Feuer” heißt die Installation von Julius von Bismarck. Neben Skulpturen, die Flammen ohne Feuer erzeugen, zeigt eine Videoinstallation die Kraft der Naturgewalten beispielsweise bei Waldbränden. Der Ururgroßneffe des deutschesten Kanzlers Otto von Bismarck will mit seinem jüngsten Arbeiten die Sicht auf die Natur verändern.

TOY Berlin Masters Award

Im Seitenflügel der Halle C sind Arbeiten der Berlin Masters 2021 zu sehen. Dazu zählen Werke von Rebekka Benzenberg, Jonas Brinker, Gil Delindro, Johanna Dumet, Hannah Sophie Dunkelberg, Isabella Fürnkäs, Jakub Kubica, Michal Martychowiec, Mary-Audrey Ramirez, Young-jun Tak. Sie setzen sich mit Fragen zum Zeitgeschehen auseinander wie beispielsweise der Zerstörung der Natur oder dem Einfluss von Religionen auf gesellschaftliche Strukturen.

Internationale Kunst in den Wilhelm Hallen

In der Halle B zeigen acht Galerien unter dem Dach “K60” internationale Kunst. Das Spektrum reicht von farbenfrohen Gemälden von Tyra Tingleff, die damit das Thema Liebe und ihre Beschränkungen darstellen will, bis zu aufwändigen Installationen aus verschiedensten Materialien.

Moderne Kunst in alten Werkshallen

Die einstige Eisengießerei Winkelhoff besteht aus mehreren denkmalgeschützten Werkshallen. Das 20.000 Quadratmeter große Areal soll in den kommenden Jahren zu einem modernen Wirtschaftsstandort entwickelt werden. Neben der Kunst sind Büros und Lofts geplant. Der Pankower Maurermeister Christian Friedrich Malingriaux hat zusammen mit dem Architekten Hermann Streubel zwischen 1898-1918 die Werkhallen in rotem Backstein entwickelt. Bis 2014 war dort die Eisengießerei Winkelhoff tätig. Inzwischen modernisiert die Wilhelm Hallen Immobilien GmbH das Areal zu einem Standort der Kreativindustrie mit Büros, Lofts und Ateliers.

Papageien-Taucher-Infos

Kopenhagener Straße 60-72, 13407 Berlin; Öffnungszeiten: 15.-17. September 14-19 Uhr, 18 und 19. September 12-19 Uhr; Ticket: 3,50 bis 5 Euro (die Karten am besten über die Webseite vorab buchen); Internet: wilhelm-hallen.de

Anfahrt
U.Bahnlinie 8 bis Residenzstraße
S-Bahnlinien 1 bis Wilhelmsruh
Buslinie 122 bis Kopenhagener Straße/Flottenstraße

Hinweis: Wegen der Corona-Pandemie gilt auf den Gelände Maskenpflicht und Abstand halten, außerdem müssen Besucher eine Nachweis über Impfung, Genesung oder Test vorweisen

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Bildquellen

  • wilhelm hallen weg: papageientaucher

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