Volterra – mittelalterliche Stadt auf dem Hügel

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Volterra liegt auf einem 550 Meter hohen Hügel, etwa 50 Kilometer südlich von Pisa. Im Gegensatz zu San Gimignano ist die Stadt mit etwa 11000 Einwohnern noch nicht ganz so überlaufen. Einst strategisch in exponierter Lage, ist die Altstadt vollständig von einer Mauer umgeben. Neben dem ältesten Rathaus der Toskana präsentiert ein alter Festungsbau die Zeit der Medici. Auch die Römer hinterließen mit ihrem Theater und der Zisterne ein bleibendes Denkmal. Teile der Stadtmauer gehen bis auf die Etrusker. Jüngeren Datums ist die Twilight-Saga in der Volterra eine wichtige Rolle als Hauptstadt der königlichen Vampirfamilie Volturi spielt.

Piazza die Priori und römisches Theater in Volterra

Der zentrale Punkt in Volterra ist der Platz vor dem Rathaus. Der Gebäude aus dem 13. Jahrhundert ist das älteste Rathaus in der Toskana. Es diente als Vorbild für den Palazzo Vecchio in Florenz. Die Fassade ist mit vielen Wappen und Emblemen geschmückt, die wie Visitenkarten die Familien der Stadt repräsentierte. Unter den Emblemen sind auch Keramiken der Familie della Robbia. Der imposante Ratssaal im ersten Stock ist einen Besuch wert (Öffnungszeiten: März bis Oktober täglich 10.30-17.30 Uhr, November bis Mitte März 10-16.30 Uhr; Eintritt zusammen mit Besuch des römischen Theaters 5 Euro).

Das römische Theater stammt aus der Zeit des ersten römischen Kaisers Augustus, der im Jahr 31 vor der Zeitrechnung Alleinherrscher wurde. Auf den Rängen hatten einst bis zu 2000 Zuschauer Platz. Den besten Blick auf das Amphitheater haben Besucher von der östlichen Stadtmauer aus. Die Thermen vor dem Theater sind etwas jüngeren Datums.

Dom und Baptisterium

Der Haupteingang zum Dom befindet sich hinter dem Rathaus an der Piazza S. Giovanni. Dort steht auch das Baptisterium. Der Dom stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde später im Stil der Pisaner Romanik überbaut. Sehenswert ist vor allem die Kanzel , die von vier Granitsäulen getragen wird. Die Säulen haben die Form von Löwe, Stier, Widder und Ungeheuer. In der Addolorata-Kapelle ist ein Fresko von Benozzo Gozzoli zu sehen. Der „Zug der Heiligen drei Könige“ dient als Hintergrundbild für eine Krippe aus buntem Terrakotta von Zaccaria Zacchi da Volterra.
Gegenüber des Doms steht das Baptisterium. Ähnlich wie das Pendant in Florenz ist die Fassade mit grünem und weißem Marmor verkleidet. Im Inneren steht ein Taufbecken von Andrea Sansovino aus dem 15. Jahrhundert.

Etruskisches Museum und Pinakothek im Palazzo Minucci

Die Etrusker bauten die sieben Kilometer lange Ringmauer um die Stadt. Das Tot Porta all´Arco stammt aus dieser Zeit. Im Museum sind Fundstück der einstigen Einwohner zu sehen. Das Etruskische Museum befindet sich im Palazzo Desideri Tangassi. Der Eingang liegt am der Via Don Giovanni Mizoni 15. Die bedeutendste Sammlung in der Toscana umfasst viele Gebrauchsgegenstände wie Urnen, Vasen und Schüsseln aber auch Werkzeug und Schmuck. Das interessanteste Objekt ist die „Urna degli Sposi“. Auf dem Urnendeckel ist ein Paar bei einem Festmahl dargestellt. Aber auch die Bronzestatue „Ombra della Sera“ ist einmalig.

Die Pinakothek befindet sich im alten Renaissance-Palast Minucci Solaini. Dort zeigt eine kleine Gemäldegalerie unter anderem Werke von Pietro de Witte und Rosso Fiorentino (Telefon: +39-0588-86347; Öffnungszeiten: Mitte März bis Oktober 9-19 Uhr, November bis Februar 10-16.30 Uhr; Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro, Sammelticket für Pinakothek und Alabaster-Museum 16/13 Euro;

Palazzo Viti mit Theater Persio Flacco

Der Palazzo Viti, ein Adelspalast aus dem 16. Jahrhundert, präsentiert Wohnkultur aus den vergangenen Jahrhunderten. Besucher können sich sich die prachtvollen Säle, Gemälde und Pretiosen ansehen. Der Palast wurde vom Minister des Großherzogs Attilo Incconti gegen Ende des 16. Jahrhunderts erbaut. 1816 zog das Teatro Persio Flacco ins Erdgeschoss des Gebäudes. 1850 erwarb der Kaufmann Benedetto Giuseppe Viti den Palast. Viti war durch den Handel mit Alabaster reich geworden. Im Haus sind daher viele Alabasterstücke zu bewundern (Via die Sarti, 41, 56048 Volterra PI, Italien; Telefon: +39 0588 84047; Eintritt: 6 Euro; Öffnungszeiten: Mo-Sa 10-17.30 Uhr, So 10-13 Uhr, und 14.30-18.30 Uhr, Internet: palazzoviti.it).

Die Medici-Burg ist ein Gefängnis

Wer Volterra vom Süden aus betritt, erreicht über eine Treppe die Porta Salci und die Fortezza Medicea. Die Burg ließ Lorenzo de Medici Ende des 15. Jahrhunderts ausbauen, nachdem die Florentiner Volterra im sogenannten Alaunkrieg besiegt hatten. In dem Gebäude befindet sich ein Gefängnis. Die imposante Anlage kann daher nicht besucht sondern nur von außen besichtigt werden.

Le Balze, die Steilhänge

Auf der westlichen Seite von Volterra befinden sich die Steilhänge. In den vergangenen Jahrhunderten sind immer wieder Erdmassen abgebrochen und die Hänge hinabgestürzt. Teile der etruskischen Stadtmauer sowie eine Kapelle sind bereits eingebrochen. Das Kamaldulenser-Kloster wurde bereits im 19. Jahrhundert nach einem Erdbeben aufgegeben.

Papageien-Taucher-Info/Tipp

Touristen-Information: direkt neben dem Dom, Piazza die Priori 19/20, 56048 Volterra PI, Telefon: +39 0588-87257; Öffnungszeiten: täglich 9.30-13 Uhr und 14-18 Uhr; Internet: volterratur.it und comune.volterra.pi.it

Anfahrt über die Schnellstraße SS68

Parkplätze: Vor den sechs Eingängen zur Altstadt können Besucher eventuell noch einen Stellplatz ergattern, wenn sie früh kommen. Am einfachsten ist es, das kostenpflichtige Parkhaus La Dogana (P1) anzusteuern, es liegt neben dem römischen Theater, unter der Piazza della Libertá . Die Zufahrt ist ausgeschildert.

Tipp: Volterra am besten nicht am Wochenende besuchen, dann ist es gut besucht.

In der Nähe

  • Pisa
  • San Gimignano
  • Colle di Valle d´Elsa

Bildquellen

  • Blick von der Westmauer auf die Ebene vor Volterra: papageientaucher

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