Museum Barberini – ein Tempel für die Kunst

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Das Museum Barberini in Potsdam hat sich schnell zur Pilgerstätte für Kunstfans entwickelt. Ob Seerosen von Claude Monet oder hochmodernes ohne Titel von Gerhard Richter – auf drei Etagen präsentiert der U-förmige Museumsbau mehrere Ausstellungen unter einem Dach. Das Haus wird auch künftig mit wechselnden Schauen den Impressionismus sowie die zeitgenössische Kunst in den Vordergrund rücken.

Bilder von Claude Monet

Die jüngste Schau widmet sich dem französischen Impressionisten Claude Monet (1840-1926) und seinen Orten. Die umfangreiche Werkschau zeigt von welchen Orten der Künstler seine Inspirationen bezog. 100 Werke dokumentieren auch die Reiseziele von Monet. Sie reichen von Paris, London und Venedig bis zu den kleinen Dörfern an der Seine. Gleichzeit bilden diese Exponate einen Querschnitt von seinem gesamten Schaffen – von den ersten dokumentierten Gemälden bis zu den späten Seerosenbildern, die er in seinem Garten in Giverny malte. Die Schau „Monet. Orte.“ ist bis zum 1. Juni im Barberini zu sehen.

Impressionisten als Besuchermagnet

Mit der Ausstellung „Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky“ präsentierte das Barberini Museum gleich zur Eröffnung im Januar 2017 einen Publikumsmagneten. Auch die zweite Schau „Impressionismus. Die Kunst der Landschaft“ verzaubert mit bekannten, ab er auch selten zu sehenden Kunstwerken. Ob „Seerosen“ von Claude Monet, Liebermanns „Blumenterrasse im Wannseegarten“ oder Noldes „Schwertlilien“ – die Farbenpracht strahlt dem Besucher entgegen. Viele Gemälde sehen aus, als seien sie gerade erst fertiggestellt worden, so frisch scheint der Farbauftrag.

Künstler der DDR im Museum Barberini

Ein weiterer Schwerpunkt des Hauses bilden Künstlern der DDR von Bernhard Heisig bis Stefan Plenkers. Besonders sehenswert sind die Werke von Wolfgang Mattheuer. Seine Bronzefigur „Jahrhundertschritt“ steht im Garten des Museums. Mäzen Hasso Plattner sammelt seit Kunst aus Ostdeutschland.

Kunstmäzan Hasso Plattner

Der Mitbegründer des Softwareunternehmens SAP spendete nicht nur Geld für den Wiederaufbau des Potsdamer Schlosses sondern übernahm auch die Kosten für das Museum Barberini. Die Hasso-Plattner-Stiftung bespielt die neue Kunsthalle.

Das Palais Barberini

Nach dem Vorbild der Villa Barberini im Rom ließ Friedrich II. das Wohnhaus vom Gendarmenmarkt-Architekten Carl von Gontard 1771/72 errichten. Der barocke Bau steht fast neben dem Stadtschloss und diente bereits im 19. Jahrhundert als Kultur- und Vereinstreff. Im Zweiten Weltkrieg zerstört und danach abgerissen, erfolgte der Wiederaufbau von 2013 an Mit dem Palais Barberini hat der Alte Markt in Potsdam seinen historischen südlichen Abschluss erhalten.

Papageien-Taucher-Tipps

Das neue Museum Barberini erfreut sich enormer Beliebtheit. Besonders am Wochenende und bei schlechtem Wetter ist das Museum sehr gefragt. An solchen Tagen besser einen Bogen um das Haus machen, denn es ist so voll, dass Besucher ständig anstehen, an der Kasse und vor einzelnen Sälen. Einen Platz im Café zu ergattern kommt einem Sechser im Lotto gleich. Tipp: Rechterhand am Alten Markt befindet sich das Potsdam Museum. Dort gibt es ebenfalls ein Café, in dem eher ein Platz zu bekommen ist. Eintrittskarten am besten vorher im Internet besorgen, so ersparen Besucher sich das Anstehen an der Kasse und kommen zu gewünschten Zeit in die Ausstellungen.

Museum Barberini in Potsdam

Adresse: Alter Markt, Humboldtstraße 5-6, 14467 Potsdam, Besucherservice: +49-331 236014-499; Internet:  Öffnungszeiten: Mi-Mo 10-19 Uhr, jeden 1. Do im Monat 10-21 Uhr; Eintritt: 14 Euro, Sa/So 18 Euro, , ermäßigt 10/12 Euro, freier Eintritt für Kinder und Jugendlich bis zum Alter von 18 Jahren; Führungen ohne Anmeldung täglich außer Di um 11 Uhr, Do um 18 Uhr, Kosten 3 Euro; Internet: www.museum-barberini.com

Achtung: Das Museum bleibt wegen der Corona-Pandemie vorerst bis zum 19. April geschlossen.

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Bildquellen

  • claude-monet-waterlilien: Museum Barberini

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