Kloster Lindow – Refugium für reiche Frauen

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das Kloster Lindow liegt auf einer Halbinsel am Wutzsee. Allein der Blick über den See, der zu den klarsten Gewässern Brandenburgs zählt, ist einen Halt in Lindow wert. Vom einstigen Frauenkonvent der Zisterzienser sind jedoch nur noch Ruinen übrig. Aber es herrscht Betrieb auf dem parkähnlichen Areal der evangelischen Kirche, die dort ein Seniorenzentrum betreibt. Ab und an gibt es Andachten unter offenen Himmel und Konzerte oder Lesungen.

Auf dem Friedhof ruhen Diakonissen und Stiftsdamen

Durch ein Tor betreten Besucher das einst reichste Kloster der Mark. Von der frühgotischen Hallenkirche ist noch die Giebelwand vorhanden sowie der Sockel aus Feldsteinen. Neben der Kirche befindet sich der Diakonissenfriedhof mit Grabstätten vornehmlich aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Gut erhalten sind das Gebäude der Klosterschule aus dem 15. Jahrhundert, das Waschhaus sowie Koventualienhaus und Dominatsgebäude aus dem 18. Jahrhundert.

Als letzte Mühle in der Region Ruppiner Land ist die alte Klostermühle etwas weiter südlich Am Wutzsee 2 erhalten und sogar funktionsfähig. Sie befindet sich in Privatbesitz und steht unter Denkmalschutz.

Der Garten des Klosters Lindow

Auf dem Klolstergelände befindet sich der „Garten des Buches“. Es ist ein jüdisch-christlich-muslimischer Lehr- und Schaugarten, in dem etwa 70 Pflanzen wachsen, die in Tanach, Bibel und Koran erwähnt werden. Der Weg durch den Garten ist wie ein Labyrinth angelegt und führt zum dreifach veredelten Apfelbaum im Zentrum des Labyrinths.

Soldaten zerstörten im Dreißigjährigen Krieg das Kloster

Das Kloster wurde 1230 gegründet und diente als Jungfrauenkloster der Erziehung und Versorgung adliger Frauen. Die Grafen von Arnstein finanzierten und förderten das Kloster. Im 16. Jahrhundert gehörten unter anderem 18 Dörfer, neun Wassermühlen, zahlreiche Fischteiche sowie der Große Stechlinsee den frommen Frauen. Mit dem Tod des letzten männlichen Nachkommens fiel Kloster 1524 an den Kurfürsten zurück. Nach der Reformation übernahm ein evangelisches Damenstift das Anwesen. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Kloster jedoch stark zerstört.

Papageien-Taucher-Info

Kloster 3-7; 16835 Lindow; Telefon: 0177-8700917; Internet: koster-lindow.de
Tourist-Information Lindow
Am Marktplatz 1, Telefon 033933-70297; Öffnungszeiten: April bis Oktober Mo-Fr 10-16 Uhr, Sa 10-16 Uhr, feiertags 10-14 Uhr; Internet: lindow-mark.de

Tipp: Ein 7,5 Kilometer langer Wanderweg führt um den Wutzsee herum. In gut zwei Stunden lässt sich so der See zu Fuß umrunden. Im Sommer laden mehrere kleine Badestellen zu einem Bad im See ein.

In der Nähe

  • Dorfkirche von Lindow
  • Gudelacksee
  • Vielitzsee
  • Café Klosterblick
  • Fachwerkkirche in Schönberg
  • Neuruppin
  • Rheinsberg

Bildquellen

  • kloster-lindow-giebelwand: papageientaucher

Vielleicht gefällt dir auch

%d Bloggern gefällt das: