Kirschblüte – in Berlin entlang des Mauerwanderwegs

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Die Kirschblüte beginnt meist Ende April. Etwa zehn Tage lang blühen besonders die japanischen Zierkirschen sehr üppig. Es gibt zahlreiche Orte in Berlin, an denen die Bäume stehen, die für die Japaner den Beginn des Frühlings anzeigen. Besonders viel Bäume sind entlang des ehemaligen Mauerstreifens zu finden. Denn nach dem Fall der Mauer sammelte ein Japanischer TV-Sender Spenden, um Kirschbäume zu pflanzen.

Japanisches Kirschblütenfest Hanami in Lichterfelde/Teltow

Die größte Kirschbaumallee mit mehr als 1000 Bäumen schmückt den ehemaligen Grenzstreifen zwischen Lichterfelde Süd und Teltow. In mehreren Reihen stehen die Bäume dort und die TV-Asahi-Kirschblütenllee reicht von der Lichterfelder Allee bis zum Eisenbahntrasse in Höhe Osdorfer Straße. Jedes Jahr in der letzten Aprilwoche wird dort am letzten Sonntag des Monat das Hanami-Fest gefeiert. Unter den blühenden Kirschbäumen gibt es Musik, Kultur und Kunsthandwerk. Zwei Bühnen, die Japan-Bühne an Marktplatz Seehof und die Familienbühne in Sigridshof, bilden die Eckpunkte der Festmeile (Lichterfelder Allee 165, 14513 Teltow; 28. April 2019, 13-18 Uhr, Anfahrt: Buslinien 184 und M 85).

Kirschblüten in den Gärten der Welt

Das größte Kirschblütenfest feiern die Gärten Welt jedes Jahr in Marzahn. Ebenfalls Mitte/Ende April wird dort in den Gärten von Japan, Korea und China das Kirschblütenfest begangen. Neben einem umfangreichen Bühnenprogramm präsentieren die asiatischen Länder dort ihre Spezialitäten in Kultur und Gastronomie. Besucher könne die Kirschblüte auch an anderen Tagen bewundern, wenn nicht so viel los ist (Blumberger Damm 44, 12685 Berlin; Öffnungszeit: 9 Uhr bis zum Anbruch der Dunkelheit, der japanische Garten ist wochentags erst ab 12 Uhr zugänglich; Eintritt: März bis Oktober 7 Euro (mit Seilbahn 9,90 Euro), ermäßigt 3 Euro (5,50 Euro); Anfahrt U 5 bis Kienberg – Gärten der Welt, S 7 bis Mehrower Allee, Buslinien X69 und 195).

Blühende Kirschbäume auf dem ehemaligen Grenzstreifen

Weitere Kirschbaumalleen gibt es an der Bezirksgrenze zwischen Pankow und Wedding. Zwischen dem S-Bahnhof Wollankstraße und dem Bürgerpark Pankow stehen 120 Kirschbäume. In der Nähe des Mauerparks befindet sich eine Kirschbaumallee mit 215 Bäumen. Sie beginnt am S-Bahnhof Bornholmer Straße. Das interessante: Die Baumreihen zu beiden Seiten des ehemaligen Grenzstreifen blühen zu unterschiedlichen Zeiten. Auf diese Weise ist die Kirschbaumblüte dort den ganzen April über zu erleben.

Auch auf den ehemaligen Grenzstreifen zwischen Treptow und Neukölln gibt es Kirschbäume. Sie sind vom Görlitzer Park leicht über die Lohmühlenbrücke aus zu erreichen. Die Kirschbäume sind in Richtung Maybachufer zu finden.

Kirschbaumblüte und Kühe im Bötzowkiez

Im Bötzowkiez, rund um den Arnswader Platz, in der Käthe-Niederkirchner-Straße und an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße blühen im Frühjahr ebenfalls Kirschbäume. Ein Spaziergang durch die Dietrich-Bonhoeffer-Straße lohnt noch aus einem anderem Grund: An der Brandmauer der Dietrich-Bonhoefferstraße 23 weiden Kühe an der Wand. Es handelt sich um ein Kunstwerk von Serje Dott.

TV-Asahi-Spendenaktion

Der japanische TV-Sender Asahi sammelt nach der Wiedervereinigung 1990 Spenden für ein Kirschbaumallee auf dem ehemaligen Grenzstreifen. Insgesamt spendeten die Japaner mehr als eine Million Euro. Von dem Geld wurden zwischen 1990 und 2010 insgesamt 10.000 Kirschbäume gepflanzt. Auch die Kirschbäume in den Gärten der Welt stammen aus der Sakura-Kampangne. Sakura heißt in übrigen Kirschblüte.

Bildquellen

  • Kirschblüte 4: papageientaucher

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