Das Castello Scaligero – bedrohliche Burg in Malcesine

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Das Castello Scaligero liegt auf einer natürlichen Anhöhe und thront bedrohlich über Malcesine. Die Burg mit dem Turm ist schon von weitem zu sehen. Die Wehranlage hat eine wechselvolle Geschichte. Heute befindet sich im Erdgeschoss ein Naturkundemuseum. Interessant ist insbesondere der 31 Meter hohe Turm, von dem Besucher eine fantastische Aussicht über den Gardasee haben. Im Palas informieren zwei Ausstellungssäle über die venezianische Schifffahrt und über den berühmten Dichter Johann Wolfgang von Goethe, der einst in Malcesine Station machte.

Naturkundemuseum im Palazzo Veniziano

Besucher gelangen über den Eingang an der Seeseite zum ersten Innenhof. Der liegt bereits 24 Meter über dem Gardasee. Im Palazzo Inferiore links vom Eingang residierte einst der venezianische Capitano, der den Warenverkehr auf dem Gardasee überwachte. Die Freitreppe stammt aus dem Jahr 1622. In dem Gebäude, das zwischenzeitlich als Kaserne diente, ist das Naturkundemuseum untergebracht. Dort können sich Besucher über die Natur am Gardasee und am Monte Baldo informieren.

Zwinger und Pulverturm im Castello Scalgiero

Im zweiten Hof liegt der Zwinger. Er bildet gleichzeitig die Außenmauer der Burg. Auf dem Weg zum zweiten Hof gibt es die erste Gelegenheit, von einem Balkon aus die Aussicht zu genießen. Die Pulverkammer befinden sich im nordwestlichen Bereich. Dieses Gebäude wurde erst im 19. Jahrhundert von den Österreichern hinzugefügt. In der Pulverkammer befindet sich die Ausstellungen zu Goethes Besuch in Malcesine.

Goethe als Spion in Malcesine

Der berühmte Italienreisende Goethe musste wegen starker Winde auf dem Gardasee im September 1786 in Malcesine an Land gehen und eine Pause einlegen. Als er die Scaliger-Burg zeichnete, schöpften einige Anwohner Verdacht, Goethe könnte ein Spion sein. Er wurde erst einmal festgehalten. Goethe, der aus Frankfurt stammt, war nicht der einzige Prominente, der in Malcesine Station machte auch der Maler Gustav Klimt und der Schriftsteller Kafka verbrachten ihren Urlaub freiwillig in Malcesine.

Der dritte Burghof

Vom Pulverturm gelangen Besucher in den inneren Burghof mit Ringmauer und Wehrgängen. Dort liegt auch der 31 Meter hohe Bergfried, der zu den ältesten Teilen des Kastells zählt. Der Zugang zum Turm erfolgt über das Obergeschoss. Von der Aussichtsplattform haben Besucher einen fantastische Aussicht über den Gardasee und den Ort. Im Palas zeigt das archäologische Museum antike Funde, Waffen und Dokumente zur venezianischen Schifffahrt.

Markante Zinnen am Castello Scaligero

Malcesine war bereits während der Bronze- und Eisenzeit besiedelt. Die Langobarden errichten als erste im Jahr 568 am Ufer des Gardasees eine Burg. Wechselnde Eigentümer wie Karl der Große oder der Bischof von Verona bauten die Anlage aus. Auch die nächsten Herrscher über Malcesine, die Scaliger, erweiterten das Bauwerk im 13. Jahrhundert erheblich. Von diesen Herrschern bezog die Burg den Namen. Typisch für den Baustil der Scaliger sind die Schwalbenschwanzzinnen am Gebäude.

Venedig verwaltete Malcesine

Ende des 14. Jahrhunderts besetzten Truppen des Gian Galezzo Visconti die Burg. Danach fiel sie in die Hände Venedigs und die Seerepublik baute die Festung weiter aus. Später diente sie als Sitz der venezianischen Verwaltung sowie des Flottenkommandeurs. Im 18. Jahrhundert besetzten erst die Franzosen, später die Österreicher die Burg. Bis 1866 gehörte das Kastell zum österreichischen Königreich Lombardo-Venetien.

Papageien-Taucher-Info

Via Castello 39; Telefon: +39-0-45-6570333; Öffnungszeiten: März bis Oktober täglich 9.30-18.30 Uhr; Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Anfahrt

Mit dem Auto über die Via Gardesana (SR 249)
Parken
Es gibt mehrere Parkhäuser in Malcesine. Die freien Plätze werden auf elektronischen Tafeln angezeigt
Bus
Linie 2, X05, X06, 007, 7A, LN08, 009, 12, 26, 027, 36, 46, 162-165, 173, 185, 202, 204, 332, 470, 476, 483 sowie in dem Sommermonaten der Gardabus

In der Nähe

  • Seilbahn zum Monte Baldo
  • Hafen

 

Bildquellen

  • malsine-burg-berg: papageientaucher

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