Bo-Kaap – bunte Häuser am Signal Hill in Kapstadt

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Bo-Kaap ist wegen seiner bunten Häuser eine wahre Augenweide. Ob blau, rot, gelb oder grün – im Malaienviertel am Fuß des Signal Hill hat jedes Haus eine andere Farbe. Das einstige Wohnquartier von freigelassenen Sklaven ist eine der Sehenswürdigkeiten in Kapstadt und besitzt sogar ein Museum. Beim Spaziergang durch das Bo-Kaap hören Besucher oft den Ruf des Muezzin. Denn die meisten Bewohner sind Muslime.

Bunte Häuser im Malaienviertel

Im ältesten Haus, das sich im Originalzustand befindet, ist das Bo-Kaap Museum untergebracht. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1760. Das Museum dokumentiert die Geschichte der Bewohner des Malaienviertels. Es handelt sich vielfach um Nachfahren ehemalige Sklaven, die vom 17. Jahrhundert an von der Ost-Indien-Handelsgesellschaft nach Südafrika verschleppt wurden. Nach ihrer Freilassung im 19. Jahrhundert siedelten sie sich am Fuß des Signal Hills an. Unter ihnen waren viel geschickte Handwerker. Sie bauten ihre Häuser im kapholländischen oder englischen Stil. Das Viertel verkam jedoch immer mehr zum Slum. Nach dem Ende der Apartheid gab es ein Sanierungsprogramm. Nach und nach wurden die Häuser renoviert und erstrahlten in alten, neuen Glanz. In dem etwa ein Quadratkilometer großen Areal leben mehr als 2000 Menschen.

Rundgang durch das Bo-Kaap Viertel

Besucher werden beim Rundgang durch die Gassen mit den bunten Häusern zu bestimmten Zeiten vom Ruf des Muezzin begleitet. Im Viertel gibt es zehn Moscheen. Die älteste Moschee Südafrikas ist die Auwal Moschee an der Dorp Street aus dem Jahr 1794. Sehenswert sind aber auch die Geschäfte beispielsweise für Gewürzen. Außerdem laden mehrere Imbisse ein, asiatisch-orientalische Kost zu probieren. Auch im Bo-Kaap sollten Besucher die nötige Umsicht walten lassen, wenn die durch die Straßen spazieren.

Bo-Kaap Museum und Coon Carnival

Mit beeindruckenden Bilder zeichnet das Museum die Geschichte des Bo-Kaaps und ihrer Bewohner nach. So mussten die Sklaven einst am Neujahrstag arbeiten. Sie feierten den Beginn des Neuen Jahres daher einige Tage später. Daraus entwickelte sich der Coon Carnival. Jedes Jahr ziehen Bands und Tänzergruppen durch die Stadt. Der traditionelle Karnevalsumzug am 2. Januar ist ein Ereignisse zudem viele Gäste nach Kapstadt kommen.

Papageien-Taucher-Infos

Bo-Kaap Museum: 71 Waal Street, Telefon: +27 (0)214813938; Öffnungszeiten: täglich außer sonntags 10-17 Uhr; Eintritt: 20 Rand, Kinder, Studenten, Senioren 10 Rand; Internet: iziko.org.za/museums/bo-kaap-museum

Anfahrt am besten mit dem Taxi bis zur Waal Street.

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Bildquellen

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